BUNTE SEITE

Wir irren allesamt,

nur jeder irret anders.

(Lichtenberg)

Wahrhaft! sprach Kungfutius: alle Menschen sind gleich!

Alle sind auf ihre Art klug und auf ihre Art verrückt. Was aber wirklich verrückt ist, das ist der Zwang, dass alle auf gleiche Weise klug und auf gleiche Weise verrückt sein müssen!

Man muss schon ein richtiges Hornwieh sein, um ein tadelloses Mitglied einer Herde zu sein!

Einstein

Man schaue sich aber den Gesichtsausdruck Einsteins da oben ganz genau an. Der Mensch ist eigentlich verzweifelt! Er zeigt die Zunge aus reinster Verzweiflung.

Diese Verzweiflung ist eigentlich eine schlimme Krankheit.

Das ist die Krankheit aller `gekennzeichneten Menschen`. Man nennt sie la nausea de la vita - Ekel am Leben.

Gekennzeichnet sind sie, weil sie aus diesem oder jenem Grund wie sechsbeinige Kälber auffallen. Z.B. wegen der Berühmtheit, übermässiger Schönheit, oder eines Gebrechens wegen (wie der arme Quasimodo), oder einfach, weil sie allzu gut (= individuell) geraten sind (wie Nietzsche etwa, oder Van Gogh), oder aufgrund der abnormen Intelligenz, wie eben bei dem guten, alten Albert das der Fall war.

Sprichwörter

In der Natur herrscht das Gesetz des Stärkeren; in der Gesellschaft herrscht das Gesetz des Reicheren.

[

Man hört Radio und sieht fern - bis das Hören und Sehen vergeht.

[

Neue Liebe tröstet nicht!

[

Andere Zeiten - andere Titten!

(Zeit des Bubiköpfes war auch die Zeit der kleinen Brüsten; je kleiner, um so besser! hiess es damals. Heute haben nur gewichtige Möpse, so monströs und gross wie die ganz USA, eine reale Chance.)

[

Andere Länder - gleiches shieten!...

[

Der Geist ist schwach, darum ist das Fleisch so billig.

[

Je grösser der Bauer um so dümmer die Kartoffel!

[

Wer den Spott hat, braucht für den weiteren Schaden nicht zu sorgen.

[

Von der eigenen Hände Arbeit und von dem Sparen der Sozialhilfe wird man nie reich.

[

Lieber vom Colt in der Hand als von der Hand in dem Mund! (sagte der Bankräuber).

[

Es glänzt nicht alles, was Gold ist.

[

Lügen haben kurze Beine! – aber lange Kontoauszüge.

[

Kleinere Freundschaften werden durch Geschenke erhalten.

[

Ungeduld ist aller Laster Kühlerfigur.

[

Besser nackt ins Bett als angezogen in die Badewanne. (Stammt aus 80en Jahren)

[

Handy ist trendy für Dandy...(ganz modernes Sprichwort)

[

Geteilte Freude ist halbe Freude.

[

Manche wissen nicht, was sie wollen, und vor allem nicht, wie sie das, was sie nicht wollen, anpacken können.

DIE FORTGESETZTE RACHE

 

Frauen verlangen nach den neuen Männern. Das ist komisch, da es meistens immer noch die Frauen die sind, welche Kinder erziehen, somit auch Knaben für ihre Männerrolle konditionieren. Warum erziehen sich also die Frauen diese neue Männer nicht? Oder, bessergefragt, warum gelingt es den Frauen nicht, diese neue Männer zu erziehen?

Wohl, weil sie sich mit ihren Erziehungsmethoden vorwiegend an ihren Söhnen für alle Erniedrigungen rächen, die sie mit Männer erfahren haben (die sich freilich an den Frauen für den Horror rächen, den sie durch ihre Muttis erlebt haben)...

 

(Ja, die Rache ist ein furchtbarer Irrtum und ausserdem unökonomisch - aber das hatten noch nicht einmal die Götter begriffen.)

 

MÜTTER & SÖHNE

Mütter, die ihre Söhne wirklich (= unegoistisch) lieben, erziehen diese zu Machos.

Die schlechten Mütter opfern ihre Söhne an die nächste Frauengeneration.

[

Kungfutius definiert Machos:

Machos sind Schwänze, die mit ihren Hündinnen wedeln.

[

Das Glück ist unsere Mutter, meinte Montesque.

Dann ist das kein Wunder, dass jenen Menschen, die keine gute Mutter hatten, auch kein Glück im Leben haben.

VOM WAHREN EDELSEIN

oder

Donquichotterie und Toleranz

 

Doch mit kühnem einem Wissen, beendete er seinen Flug:

Verrückt soll man leben - streben soll man klug!

(Epitaph auf Don Quijote)

Don Quijote ist ein besserer Lebenskünstler als Oblomow. Auch die höhere Form Mensch wird das Leben (praktisch) träumen.

Der einzige Fehler Don Quijotes war, dass er viel zu verfrühte Erscheinung war; für seine Mitmenschen und Gesellschaft viel zu klug und viel zu gut geraten. An sich ist er ja ein höheres Wesen, ein Gott des kybernetischen Zeitalters, wo dank der Automatisation alle Menschen ihre Träume leben werden.

[

In `Don Quijote` sind vortrefflich zwei verschiedene Arten von Menschen beschrieben, und diese `Kategorisierung` hilft einem auch in gewöhnlichem Leben den wahren Stand der Menschlichkeit bei seinen Zeitgenossen zu erkennen.

Meiste Menschen, die dem generösen Ritter, diesem Aussenseiter aller Aussenseiter, über den Weg laufen, behandeln ihn eben so, wie solch eine traurige Gestalt verdient, die realitätsfern und jenseits von Guten und Bösen agiert: als einen unsagbaren Trottel, angesichts welchen man weder Scham, noch Skrupel empfinden soll, sondern reines Gewissens eigene Launen auf ihn ausleben darf, ihn ausnehmen muss (weil er sich eben ausnehmen lasse), oder sich wenigstens auf seine Kosten amüsieren/ihn auslachen darf.

Und dann gibt es jene anderen. Die sind zwar rar gesät aber doch vorhanden, und sie begegnen dem wunderlichen Wanderritter als einen bedeutenden ja grossartigen Menschen, erweisen ihm (mag sein auch mit einem gutmütigen Schmunzeln) alle Ehren, die solch einem (beinahe) höheren Wesen zustehen.

Diese Menschen, die das Anderssein auch in seiner ziemlich radikalen Form akzeptieren und achten, sind dann in der Regel selbst `höhere Menschen`, also Adel, Klerus, Künstler, Wissenschaftler, sowie seltene Menschen aus dem Volk, die als so eine Art von `barmherziger Samariter` agieren. Und jene anderen, jene die den Hidalgo als ein Stückchen Dreck behandelten, sind dann schon der Natur der Dinge nach selbst nichts als Dreck: Bauern, Schweinehüter, Ziegenhirten und Eselstreiber, Banditen und Strassenhuren und sonstiges (das heisst auch adliges, klerisches usf.) Pöbel.

Will man also wissen, wer dieser oder jener Mensch tatsächlich ist? Man schaue sich an, wie er sich den andersgeratenen Menschen und Dingen verhält, wie man zum Beispiel die Aussenseiter behandelt. Wer solche als sich gleich begegnet, ist zweifelsohne selbst ein generöser, edler Mensch.

[

Don Quijote wurde übel zugerichtet und scheiterte erbärmlich, als er eine simple Windmühle attackierte. Wie würde es dem Armen heute ergehen, würde er sich gegen die modernen Riesen stellen, gegen die sogenannten Dreiarmigen Banditen - gegen die Windräder?

[

Interessanterweise gibt es auch unter Praktikern Don Quijotes, das ist besonders heutzutage gut zu beobachten. So sehen sich manche Menschen `Denver` und `Dallas` und sonstige amerikanische Müllserien so lange an, bis sie davon total plemplem und richtig verrückt im Kopf werden, und sie fortan in einem rein pragmatischen Leben wie in einem bösen Alptraum existieren.

[

Es ist kaum vorstellbar, Schopenhauer war tatsächlich ein Pessimist. Denn er war vor allem ein vorzüglicher Don Quijote, und nur die vorzüglichste Optimisten verstehen sich so vorzüglich auf Donquichotterie.

Schopenhauers Kämpfe gegen die Windmühlen sind geradezu legendär.

So, wo er als junger Philosophieprofessor seine Vorlesungen zu gleicher Zeit ansetzt, wo auch der gefeierte Star der damaligen Philosophie, Hegel, lehrte. So kam es, wie es kommen müsste: Arthur sass allene in seinem Saal, während die Vorlesungen Hegels überquollten, denn selbst jene Studenten, die sich für Schopenhauer auch interessierten, gingen doch lieber zu berühmten Hegel, als zum kauzigen Jüngling, der sich `einbildete` die Welt dutrchschaut zu haben.

Kein Wunder, dass Schopenhauer bei der komischen Abenteuer total aus dem Sattel gehoben wurde, und sich donquijotenhaft einbildete, alles schwarz zu sehen..

POLITIKERAPHORISMEN.

 

Dem Politiker ins Merkbuch:

Ein Mensch ein Wort, und wenn das Wort nichts taugt, dann taugt auch der Mensch nichts.

[

Den Politikern ins Merkbuch:

Wenn es ans Licht des Tages kommt, wird das Schmiergeld zum Schmirgelpapier.

[

Es ist nicht sicher, dass es Gott gibt - aber Teufel gibt es bestimmt: die Politiker müssten ja jemanden ihre Seelen verschrieben haben.

[

Worin unterscheiden sich die Politiker von normalen Menschen?

Ein normaler Mensch setzt sich in sein Auto, wenn er aus dem Automat an der Ecke Zigaretten ziehen will; der Politiker lässt sich dorthin im Hubschrauber fliegen.

[

Unsere Politiker sind wie lauter Doktoren: sie sind weise wie Dr. Kohl, redlich wie Dr. Goebbels und menschlich wie Dr. Dschingis Khan.

[

Das einzige, woran ein Politiker zu glauben hat, ist die menschliche Dummheit.

[

Da unsere Politiker behaupten, heutige Handhabung der Macht wäre human, muss man annehmen, unsere Politiker haben keinen blassen Schimmer von der Bedeutung des Begriffes Humanität.

[

Unsere Politiker wirken so, als wären sie heute erst geboren, würden im Gestern agieren und ins Vorgestern wie in eine helle Zukunft blicken.

[

Unsere Politiker sind eigentlich Querdenker: sie denken ausschlielich zum Machterhalt (= Eigennutz) an jeder Realität vorbei.

[

Würden alle `guten Taten` unserer Politiker ruchbar werden, so müssten die Damen und Herren nur noch angezogen in die Badewannen steigen.

[

Politiker sind beim näheren Hinsehen nur die bösen Launen der Evolution.

[

Früher hiess es im Volk `die fetten Priester`. Heute darf es genauso unerbittlich richtig `die fetten Politiker` heissen.

[

Demokratische Politiker sind wie der berühmte Esel Buridans: sie können sich nicht entscheiden, ob sie die Herren oder lieber die Diener des Volkes sein sollten, so bleiben sie doch dem Volke gleich – vor allem gleich klug.

[

Politiker bilden sich nur ein, Macht zu haben, denn nicht die Politiker – der Schwachsinn regiert die Welt.

UFO-Geschichten

GOTT IST TOT!

Das steht nun eben wegen der UFOs fest: früher gab es Gott, man glaubte an ihn und hatte dabei Heiligenerscheinungen. Heute glaubt man nur noch in die Wissenschaft - und sieht überall UFOs.

[

DIE GLÄUBIGEN DES NEUEN GOTTES

Die Deutschen sind bessere Amerikaner. Laut Umfragen, glauben nur 48% der Amerikaner an die UFOs, aber ganze 76% der Deutschen.

[

SF IM BAUERNTHEATER

Die süsseste Geschichte über UFOs kommt aus den Niederlanden. Dort hatte ein Bauer, der nach eigenen Angaben schon öfters Ärger mit den UFOs hatte, im seinem Feld einen riesigen Halteverbotsschild aufgestellt, mit dem er den Ausserirdischen die Landung auf dem Acker untersagt.

Der Clou der Geschichte ist die Reaktion seiner Nachbarn. Die sind ihm böse, weil sie befürchten, der Schild könnte erst recht die UFO-Plage anlocken.

Mann kann da glatt neue Sprichwörter kreieren. Zum Beispiel: Je uriger der Bauer, um so öfter die UFOs.

 

 

 

 

KUNGFUTIANISCHE WELTHYMNE

 

      God blues America,

      Eurasia and Africa,

      God blues the world!

 

 

 

 

 

Nach oben

 

 

 

 

Online Counter