die frau als ars anima

auch das allergröte kunstwerk ist nur fade und banal und tot im vergleich mit einer lebendigen, klugen und schönen frau.

meieste frauen lenken mit ihrem popo von ihrem gesicht ab, so bemerkt keiner, wie dumm sie sind.

dallas überall

früher gab es ein sprichwörtchen: andere städchen - andere mädchen! hiess es.

heute gilt das nicht mehr. egal wohin man heute auch kommt: die girls sind - just wie die cities - überall gleich.

die heligen affen von benares!

(schopenhauer über frauen)

ein frauenzimmer, das denkt, ist ebenso ekel als ein mann, der sich schminket.

(g. e. lessing)

die frau ist nicht shizzophren. in ihrer sakrosanten rolle als heilige hure mutter, ist sie eindeutig trizzophren.

kommt man ihr als shizzo-mann eben darum so schwer bei?

macha als pendant zu macho:

eine frau, die mit ihren weiblichen getue ihren partner genauso folgenschwer vergewaltigt, wie der macho mit seiner männlichkeit seiner partnerin gewalt antut.

männerpech

kommt man in den alter, wo man endlich die platonischen freundschaften mit frauen pflegen kann, da verliert man schon jedes interesse an ihnen.

HEILIGE

HURE

MUTTER

oder

Die Schöne als Biest

Die Ladies-Zampanas

Ein Teilnehmer eines Magier-Kongresses beklagt sich darüber, dass es kaum Frauen gibt, die als Zauberinnen auftreten; er wusste nicht, warum das so ist, wundert sich der Gute.

Das ist in der Tat eine äusserst interessante Frage, da die Ladies doch so gerne als `Zauberkünstlerinnen` `arbeiten`: zu becircen ist ja die Lebensaufgabe ihrer Jugend. Warum gibt es dann - verflixt noch mal! - so wenige von ihnen, die auf der Bühne Zauberkunststücke vorführen?

Vielleicht scheuen die Damen bloss des Licht der Öffentlichkeit; mag sein, sie fürchten, ihre `ungeschminkt` präsentierte Tricks wären nur allzuleicht durchschaubar. Sie sind ja mit ihrem ganzen Wesen prädestiniert und darauf vorbereitet - darauf abgerichtet, wäre eigentlich exakter ausgedrückt -, im Verborgenen zu arbeiten, das heisst die Zaubertricks nicht einmal andeutungsweise als solche erkennen zu lassen. Die versteckte Anwendung von Tricks ist ein rein weibliches Überlebensmechanismus, wohl eine simple Folge der Weiblichkeit selbst. Infolge der sexuellen Dimorphie war sie ja rein körperlich schwächer, zudem durch die Schwangerschaft gehandicapt. Das meint: viel früher als der Mann, der die Kunst der Verstellung als eine Folge der aufkeimenden Politik zu praktizieren begann, musste die Frau noch in der vorogygiastischen Periode der Geschichte alle Register des Verstellens anwenden, falls sie sich durchsetzen wollte; manchmal sogar nur, um den hungrigen Vorzeit-Macho von seinen eigenen Kindern fern zu halten. Durch solche Praxis bedingt ist bei der Frau die Wahrheit, also das, was Nietzsche so als `Lügen innerhalb bestimmten Konzessionen`, definiert, dermassen überentwickelt, dass es zur sprichwörtlichen zweiten Haut geworden ist und mehrfache Umwandlung in immer groteskeren Gegensinn erfahren habe, was heisst, man darf den - typischen - Frauen nicht einmal das Gegenteil davon abkaufen, was sie zu meinen vorgaben. Denn von der Regel solcher `weiblichen Wahrheit` gibt es just so viele Ausnahmen, wie viele Miss/Mrs Eskamotagistinnen es gibt.

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Natürlich sind Frauen stärker als Männer. Diese hatten zwar die physische Kraft, mit der sie eine gewisse Kontrolle über Frauen ausüben könnten. Eben aber darum mussten die Frauen eine entsprechende geistige Kraft entwickeln, eine Stärke des Charakters, eine nachhaltige Vorstellungskraft und grosse Widerstandsfähigkeit, was sie nach den Jahrtausenden der Entwicklung wesentlich resistenter, also stärker, als die Männer machte.

 

 

 

 

 

Brutal

Was die Frauen tun, die bösartig einen Mann verlassen, ist meist ein Akt der psychischen Entmannung. Indem sie den Männern jede Achtung vor sich zerstören, vernichten sie sie so gründlich, als würden sie sie töten, ja in Wahrheit noch viel schlimmer, denn das Leben, das solche vernichtete Männer fortan führen, ist öder als jeder Tod, weil qualvoller als jedes Sterben.

Ein Mann wäre freilich des gleichen schrecklichen Verbrechens fähig, doch sind Frauen auf diesem Gebiet nicht zu treffen. Ganz im Gegenteil; nicht selten ist es zu beobachten, dass eine, von einem Mann boshaft verlassene Frau, zu einer richtigen Nymphomanin mutiert.

 

 

 

 

 

Bel Ami als Frauenkenner

Warum haben Frauen eine

Gehirnzelle mehr als Kühen?

Damit sie nicht in die Küche kacken.

(Aus belgischen Film `Maneken Pis`)

Das ist überhaupt nicht erstaunlich, wieviele Frauenportraits der Frauenliebling Modigliani malte: so gut wie jede Tussi, die ihm über den Weg lief, wollte von ihn sozusagen `gemalt` werden – am liebsten freilich aktmässig.

Da der Modigliani ein Frauenliebling war, so war er auch ein Frauenkenner, und da sich die Damen so gerne vor ihm auszogen (auch seelisch) so hatte er massig Gelegenheit, das weibliche Volk sehr, sehr gut zu durchschauen. Darum verwunderte es nicht, dass es unter seinen Frauenportraits dermassen viele gibt, die ohne Augen ausgeführt sind.

Ohne Augen, das bedeutet blind, und Blindheit bedeutet (in diesem, bildenden/bildlichen, Fall) schlicht und einfach Dummheit.

(Eine witzige Frage hierbei: Wie würde Modigliani wohl heutige Politikerinnen malen? – vielleicht sogar ohne Gesicht...)

 

 

 

 

 

Dostojewskijs dunkle Seite

In Dostojewskis Novelle `Gut Stepanitschkowo` finden sich zwei famose Sätze, die den Autor als einen abnormen Frauenverachter, ja brutalen Frauenhasser, ausweisenL.

`Ich kann das Weibervolk nicht leiden! Es ist nur so ein Gerede, dass sie auch Menschen seien; in Wirklichkeit sind sie eine Schwefelbande und schaden unserem Seelenheil.`, sagt da eine seiner Figuren. Diese ist zwar ein Mann, sogar ein Mann von entsprechendem Charakter und durch eine echte russische/slawische Primitivität gekennzeichnet, doch überrascht die Schärfe der Formulierung trotzdem. Die Bemerkung ist eindeutig von einer fiebrigen Hitzigkeit, offensichtlich also erhitzte beim Schreiben eine schlimme Erinnerung den grossen Seelenkenner. Das deutet daraufhin, dass möglichereise eine brutale, nie geheilte, seelische Erschütterung beim Dichter aus seinem Unterbewussten die Feder führte, als sie jenes harte Urteil schrieb.

Es ist auch symptomatisch, dass Dostojewskij, wie alle grosse Schriftsteller ein Meister der hintersinnigen Humors, diese grausamen Worte einem russischen Rohling in den Mund legte: wohl koketierte er da mit seiner echt russischen Seele - eine kleine Selbstironie sozusagen.

Zugleich freilich, was als Ironisierung der Ironie angesehen werden darf, ist die Äusserung, da sie von einem Primitivling kommt, eine galante Reverenz an die Damen: nur ein Russe, der wie ein Schwede besoffen ist, kann so grob und geschmacklos sein, um über das schöne Geschlecht dermassen zu lästern.

Obwohl die Äusserung freilich – ironisch³ - irgendwie doch stimmt; jene Hitzigkeit, die die Inbrunst des Autors verrät, entlarvt die Überzeugung, die dahinter steckt.

 

 

 

 

 

Nietzsche als möchtegerne Mörder

Es gibt Frauen, welche wo man auch gräbt,

 kein Inneres haben, sondern reine Masken sind:

fast gespenstische Wesen, blutsaugerisch...

(Nietzsche)

 Indianische Legende von der Vielfrass-Frau zeigt eine Frauen-Abart, wie es wohl noch von keinem Schriftsteller beschrieben wurde.

Der Jäger begegnet im Wald eine fremde Frau, und da muss man gut aufpassen, denn das könnte so eine Vielfrass-Frau sein. Am besten, man wirft ihr ein Stückchen Fleisch zu. Wirft sie sich das zugeworfene Fleisch über Schulter, so weiss man, sie sei tatsächlich ein Vielfrass, also versucht man sie fortzujagen. Rennt sie wie ein Tier weg, so hatte man nochmals Glück, der Jäger ist gerettet. Zeigt sie aber keine Angst, sondern tut so als ob sei das alles nur ein Spiel und sucht sie den Jäger zu verführen, so ist alles möglich, der Jäger kann sogar sterben.

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Man kann sehr gut verstehen, warum Nietzsche von Bizets `Carmen`, dermassen angetan war. Vielleicht gefiel ihm da weniger die Musik und mehr die Geschichte, in der bekanntlich eine Männerquälerin vom gemarteten Galan mit Tod bestraft wird. Wie Nietzsche das freimütig zugab, hatte es ihm die Arie `Ich habe sie getötet, meine geliebte Carmen`, besonders angetan.

Vielleicht versteckte sich Nietzsche nur hinter der Bizets Musik während er in Wahrheit träumte, er hätte seine `Carmen`, Lou von Salome, so hingerichtet - in Liebe und mit Reue. Denn, wie er das in seinen Werken öfters durchblicken lässt, trug er für den Rest des Lebens eine tiefe, nie heilende seelische Wunde, die ihm jene russische Hyäne, zufügte. (Diese richtige Vielfrass-Frau hatte in der Tat einige Genies regelrecht `verspeist`: unter anderem fielen ihr ausser Nietzsche und Paul Ree, auch noch Freud und Rilke zum Opfer.)

 

 

 

 

 

Der Kannibale

Was Nietzsche so ulkig angab, dass ihm die schönsten Frauen zulächeln, so darf man sicher sein, dass das kein Wunschdenken war. Es gibt in der Tat Frauen - und die sind beileibe nicht die hässlichsten -, die einen Mann sofort erkennen.

Viele waren aber wohl auch von seinen ausgehungerten Augen beeindruckt. Eine Frau, die immer und von allen nur bewundernde (gegebenfalls neidische) Blicke bekommt, muss von solchen `Jetzt-fresse-ich-dich!`-Blick fasziniert und zutiefst bewegt werden.

 

 

 

 

 

Ein Lob der mutigen Frauen

Europäische Frauen hatten für Europa nicht weniger als europäische Männer getan. Solcher viragos gab es viele. Sie standen ihren mutigen Männern zur Seite, waren nicht selten mutiger (= boshafter) als jenen, wie Lady McBeth zum Beispiel. Einige von ihnen sind jederzeit eines namentlichen Erwähnens wert. Das sind Frauen, die genauso wie Männer Epochen begrüdet haben. Zunächst die Taufpatin des Kontinents, die Frau, ohne die es keine Europäer, somit auch kein Europa geben wird. Indem sich diese anmutige Phönizierin breitwillig und neugierig mit einem Stier paarte, bezeugte sie einen erstaunlichen Mut, den gleichen Mut, den sie ihren seltsamen Kindern (die halb Stiere/Tiere, halb Menschen sein werden) vererben wird.

Auch die zweite entscheidende Wende auf dem Weg Europas zum `auserwählten Erdteil` wurde klar von einer Frau herbeigefürt, von der Kastilianerin Isabella. Indem sie die siegreiche Tage der Araber beendete, postulierte sie zunächst Europa als den Faktor der Zivilisation und Weltkultur, profilierte sich nebenbei als Mutter der Aufklärung und der Neuen Zeit überhaupt. Auch die beiden `Töchter der Aufklärung` Maria Theresia und Katharina die Grosse, sind hier zu erwähnen: ihre kluge Politik ermölichte vielen Menschen, mit den Ideen neuer Menschlichkeit in Kontakt zu kommen.

Noch eine solche epochale Frau wäre zweifelsohne Ema Goldmann, die bis heute selbst in der Frauenszene verkannte grosse alte Dame der Anarchie. Verkannt ist sie vor allem in der Frauenszene, weil sie eine grosse Nonkonformistin war, gegen den Strom der Frauenbewegun schwamm und einzig möliche Emanzipation erfand: die Frau weder im konservativen Sinn als Gegenteil des Mannes, noch in der Emanzo-Lesart als Gegnerin des Mannes, sondern in ihrer natülichen Rolle als Gegenpol des Mannes. Somit kreierte Ema die gelungene Freifrau von Morgen.

 

 

 

 

 

Von der nüzlichsten Frauenmasche

Mehr als von der Unterdrückung durch die Männer sollten sich die Frauen ihrer (anerzogener?) Natur befreien, die sie zur folgsamen Gespielinnen des Mannes macht. Das ist ja die beliebte Frauenmasche, sich extrem folgsam zu zeigen, um die Männer zu verfüren. Kein Wunder, dass die, so verfürten, jene Folgsamkeit stets erwarten, was schlichtweg unmölich ist, denn damit verleugnet sich die Frau zwecks Verfürung selbst. Wenn die Phase vorbei ist und sie den Mann besitzt, so folgt ihr die schiere Folgsamkeit und sich verleugnen zunehmend schwerer. Durch die vorausgegangene Unaufrichtigkeit und daraus resultierende Erwartungen des Mannes wird die Beziehung zunehmend belastet. Meint: die Frau von gestern ist bereits in ihrem Wesen unfrei, da sie durch diese Unfreiheit am besten ihr Überleben sichert.

(Doch dieses Problem wird sich mit der wirtschaftlichen Emanzipation der Menschheit von selbst erledigen, wonach kein Mensch einem anderen Menschen nur zwecks abgesicherten Überlebens etwas schulden wird.)

 

 

 

 

 

Der einzige Weg zur Befreiung

Die Frauen wurden nicht von Männern (an sich) kaputtgemacht, sondern von dem Staat, von der Religion, von der organisierten Sozialpolitik also - von machtgeilen PatriarchInnEn. Und diese haben nicht nur Frauen, sondern genauso auch Männer rücksichtslos ausgebeutet und kaputtgemacht. Vor allem aber wurden die Geschlechter auseinandergebracht - divide et impera (auch im geschlechtlichen Sinn) ist ja die Grundbedingung jeglicher Macht.

So wenn nun die Emas die Frauen gegen die Männer (an sich) hetzen, so tun sie nichts anders, als das Wasser auf die Mühlsteine der Politik zu führen, denn sie reissen die Gesellschaft noch mehr auseinander. Wesentlich klüger und sinnvoller wäre, die Geschlechter zum gegensitigen Vertrauen und zur Solidarität gegen jene zerstörende Macht-Kräfte zu animieren, die uns alle gleichwohl unterdrücken und kaputtmachen.

 

 

 

 

 

Emanzipation als Spott an die Vernunft

Kluge Frauen sind heutzutage keine Emas. Eine kluge Frau ist zweifellos keine Durchschnittsfrau. Und da die Bewegung heute eine Massensache ist, gibt es darin für die Individualistinnen keinen Platz.

Ausserdem schaut die kluge Frau durch, dass die Befreiung der Frau auf diesem Weg unmöglich ist. Das System hatte zeitig erkannt, wie gefährlich die Frauenbewegung ist, hatte sich darum tüchtig bemüht, die Bewegung für sich einzuspannen - man schaut sich nur die Feministinnen an, wie sie im Fernsehen tüchtig im Sinn des Systems agieren. Vielleicht wissen sie es nicht einmal, dass alles, was dem System dient, eine unfreie Sache ist, also nie und nimmer irgendwelcher Befreiung, am allerwenigstens der, die der Frau dienlich sein kann.

 

 

 

 

 

Der Verfall der Mutterliebe / der Verfall des Machismos

G.G. Marques sieht Machismo als `genereller Produkt einer matriarhalischen Gesellschaft`. Das ist klar: die Mutter sind diejenige, die Kinder erziehen. Eine Mutter, die dem Sohn wirkliche Liebe gibt, erzieht ihn dazu, Liebe als Selbstverständlichkeit anzunehmen, für die man absolut nichts tun muss.

Die Mutter in der Ersten Welt haben die Sache besser unter Kontrolle. Durch eine Brutalo-Dominanz (die freilich als Erziehung und Hilfe auf den Lebensweg) verkauft wird, erziehen sie ihre Söhne zu Schlappschwänzen, bereiten die Welt somit auf eine reine Weibergesellschaft vor, wo alle Macht vom Weibe kommt, im Weibe rührt und dem Weibe nutzt. Das wird kein Matriarchat an sich, sondern eine Herrschaft des weiblichen Geschlechtsorgans über die durch Pornographie aufgepeitschte Männlichkeit.

 

 

 

 

 

Der Tod der Familie

Man tut so, als wären die gesellschaftlichen Errungenschaften (Religion, Staat, Familie und ähnliches) Ewigkeitskonstruktionen, welche die Geschichte der Menschheit von A bis Z begleiten sollen. Selbst dann, wenn diese Institutionen nichts als stinkende Kadaver der einstigen Funktionalität sind und ihren Sinn nur noch in brutalem Unterdrückung des Volkes besteht, werden sie beibehalten und mit einem fanatischen Eifer vor jeglichen Demontageversuchen geschützt. So namentlich die Religion, die ihren Sinn für die Gemeinschaft bereits mit dem absterbenden Mittelalter verlor, und seitdem nur als so eine Art von Denk-Bremse existiert.

Ein von diesen Überfälligen Instrumenten ist auch die Kleinfamilie. Sie ist verhältnismässig jung und hatte nur einige schlappe Jahrhunderte ihren Sinn. Erfunden wurde sie am Ausklang des Mittelalters, als die einstige Sippe zu schwerfällig wurde, um den neuen, mobilen und dynamischen Zeiten als Basis zu dienen. Die Industrialisation brauchte die Menschen in beweglichen Einheiten, so zerfiel jenes Urinstrument in lautere Kleinfamilien, die nun das gültige Modus des menschlichen Zusammenlebens darstellte, und als solche sicher nützlich war und der Gesellschaft wertvolle Dienste leistete.

Heute aber hat auch dieser Mohr seine Aufgabe erledigt und schadet uns mehr, als er uns nutzt. Auch diese Entwicklung ergab sich, wie so viele andere, die wir zur Zeit durchmachen müssen, aus der Tatsache der Befreiung von der profanen Arbeit und Verwandlung der Gesellschaft. Mit der Aufgabe der Arbeit erlangt der Mensch eine neue Freiheit, die mit einem Leben in einer Kleinfamilie, die im Grunde genommen nur so eine Art von Sklaverei auf Gegenseitigkeit darstellt (darum sieht David Cooper die Kleinfamilie als die Wiege des Faschismus - jegliche Sklaverei ist eine faschistische Angelegenheit), nicht zu vereinbaren ist. Bereits wegen der Tatsache, dass das Leben zunehmend abwechslungsreicher wird, hat das feierliche Versprechen der Treue bis in den Tod wenig Sinn. Niemand weiss, was ihn morgen erwartet und ob man durch veränderte Umstände zu neuen Pertnerschaften und Relationen gezwungen sein wird. Jedenfalls ist der einstige Sinn der Familie, jemanden eine lebenslange Sicherheit zu garantieren, nicht mehr gegeben, weil der Ablauf des Lebens sich so verändert hat, dass eine solche Sicherheitgarantie illusorisch geworden ist.

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Zudem ist die Situation der Kinder, wie wir das zu genüge erfahren haben, in so einer Kleinfamilie denkbar ungünstig. Es eigenen sich nicht alle Eltern als Erzieher, und das Kind ist nur zu bedauern, der in so einer Umgebung aufwachsen muss, wo kein Elternteil zum Erziehen taugt, möglicherweise noch alle beide durch Zeitmangel geplagt sind. In der alten Sippe war die Situation wesentlich günstiger, weil sich unter allen jenen Menschen immer jemanden gab, der für Kinder Zeit hatte, oder sogar jemand, der ausgesprochen talentierter Erziher war. (Meist sind das alte, bereits von der Arbeit befreite Menschen gewesen, die zudem durch ihre reichliche Erfahrung eine gute und gründliche Erziehung garantierten. Erst heutige Gesellschaft kann sich erlauben, die aus dem Arbeitsleben ausgemusterte Menschen nicht mehr als Erzieher zu benötigen. Da liegt die Frage nicht mehr weit, ob wir die zunehmende Verwahrlosung der Kinder eben dieser Tatsache verdanken.)

Im Züge der Vorbereitungen für die Reformierung der Gemeinschaft wird es darum notwendig, so etwas wie Berufseltern zu kreieren, die sich um einige Kinder während ihres Reifens zu kümmern hätten; diese sollten zugleich auch versierte Pädagogen sein, so dass man auch von dem Massenunterricht der Schule abkommen könnte, der ja goldrichtig für Schulung der Arbeiter war (wofür er ja auch kreiert wurde), kaum aber etwas dafür taugte, eine (humanistische) Ertüchtigung für das Leben selbst zu vermitteln.

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Familie als Eizelle des Faschismus: da werden sowohl die Täter wie die Opfer herangezüchtet: dijenige Kinder, welche die Gepflogenheiten der Familie nachahmen, werden später Täter, diejenige, die sich damit abfinden, werden spätere Opfer. Es gibt noch eine dritte Gruppe, das sind jene, die sich auflehnen und nah besseren Möglichkeiten suchen, diese sind am schlimmsten dran, denn sie werden in der absoluten Regel zu den Juden und Aussenseitern abgestempelt und entsprechend behandelt.

 

 

 

 

 

One Eye Jack

Als `One Eye Jack` bezeichnet der amerikanische Slang den sich verstellenden, undurchsichtigen, schwer durchschaubaren Menschen.

 

Angehender One Eye Jack- Noch in der Ausbildung.

 

 

 

 

 

 

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