gehüpft wie gesprungen

deutscher sportbund wirbt mit dem slogan:

wir machen kinder stark gegen drogen!

was sie aber nicht sagen:

sie machen kinder anfällig für anabolika & doping.

auf einem bein kann man schlecht stehen! sagte der tausendfüssler - und bestellte sich den nächsten drink.

gott alkohol:

ich bin deine einzige droge und du darfst keine andere drogen neben mir haben.

RUND UM DROGEN

LOGISCH

Wenn Menschen einer Religion Gläubigen anderer Religion verfolgen

- das nennt man Intoleranz...

Wenn Menschen einer Überzeugung Menschen anderer Überzeugung verfolgen

- das nennt man Hexenjagd...

Wenn Menschen einer Rasse Menschen anderer Rasse verfolgen

- das nennt man Faschismus...

Wenn Benutzer einer Droge Benutzer anderer Drogen verfolgen

 - das nennt man

 Rechtsstaat!

Der Goldene Hamburger

oder

Keine Angst vor schwarzem Mann

 

Man findet Drogenabhängigkeit schlimm, weil man abhängig nicht frei sein kann.

Das ist natürlich Quark von der breitesten Sorte. Man ist ebenso gezwungen, ständig zu essen, ohne dass man sich darum irgendwie unfrei vorkommt. Warum sollte man sich dann bei der Gehirnnahrung unfrei fühlen?

Weil Drogen kaputtmachen, meint man? Das ist ebenso nur Quark. Auch Essen macht viele kaputt; all die schlimmen Folgen der falschen Ernährung – von Krankheitsfolgen bis Schwerstbehinderung und Tod sind sattsam bekannt. Elvis Fressley war bestimmt nicht der einzige food-junkie, der sich den Goldenen Hamburger `reinzog!

 

 

 

 

Dummheit vs. Drogen

 

Ein von den klügsten Sätzen der Hochzivilisation, die schon viele kluge Sätze geäussert hatte:

Mach` deine Phantasie nicht mit Drogen kaputt!

Da hat sich ein armer Menschlein, einen Slogan ausgedacht, der für seinen alkoholisierten, also absolut phantasielosen, Intellekt sicher sehr aufregend und weiser als weise klingt, leider aber just so viel Substanz aufweist, wie der Kopf dieses gleichen Menschleins.

Hätte sich dieser Armer im Geiste (anderswie kann man einen solchen knallhart denkenden Logiker nicht bezeichnen) mit der homoiden Kulturgeschichte beschäftigt, so wäre ihm vielleicht aufgegangen, dass sich die Künstler, also die phantasievollsten Menschen, besonders gerne, besonders nachhaltig und wiederholt mit Drogen abgaben - es gibt eben nichts besseres für die Stimulierung der Phantasie, als die halluzinogenen und psychodelischen Drogen. In seiner Kulturgeschichte des Opiums meint Matthias Seefelder: `Man übertreibt wohl nicht, wenn man sagt, dass fast alle Dichter der Romantik dem Opium nicht abgeneigt waren.` (Und fügt noch - kennzeichnend - hinzu: `Aber nicht alle waren ihm verfallen.`) Und Mircea Eliade sieht überhaupt alle Derivate der Phantasie (all die Klischees der Künste, vorrangig Epik) als den Drogen entsprungen: Schliesslich gibt es unumstösslich gut belegte Meinung, Drogen sind überhaupt für die Entstehung des Denkens `verantwortlich`. In der Bibel erlangen Adam und Eva die Kunst der Differenzierung, indem sie vom `Baum der Erkenntnis` naschen – eindeutig eine chemische Initiation der Gnostik, Empirik und ganzer Logik.

Keine Macht den Drogen!

- auch ein sehr einprägsamer Slogan, der lediglich einer Übersetzung bedarf. Im Klartext heisst das nämlich nur: meide die harmlosen Halluzinogene - gibt dein Geld ausschliesslich für die tödlichen legalen Rauschgifte aus.

 

 

 

Der Sinn der Drogen

 

Droge als Sinn des Lebens

Alle Versuche, Drogen und ihre Wirkung zu erklären, laufen darauf hinaus, sie vordergründig, also unmittelbar zu erklären, was nur vergeblich ist. Die Wirkung der Droge ist ja ein rein persönliches, das heisst nicht transzendierendes Erlebnis. Natürlich gibt es in Wirkung der Droge etwas, was alle ihre Benutzer erleben, ohne es zu kennen, falls man sich nicht gerade darauf versteift hatte, es zu erkennen. Das ist die tiefere, weniger spektakuläre, darum kaum merkbare Wirkung, und die ist auch erklärbar. In diesem Sinn lasse sich in etwa von sinnbildenden, katharsischen und aufklärenden Wirkung der Droge reden.

Droge als Salz des Lebens

`Wenn das Leben ganz und gar im Augenblick Platz findet, wenn es einem gelingt, alles andere zu vergessen, dann erreicht man vielleicht die intensivste Form der Freunde.` schreibt Benoite Groult. Das ist in ungefähr die Wirkung der Droge, dass sie die Lebensintensität so bündelt..

 

 

 

Die Sucht

Goethe - abgrundtief

Getretner Quark wird breit, nicht stark, sagt Goethe.

Breit ist wirklich gut, denn getretene Menschen entwickeln ja Suchtverhalten.

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Die Welt als Sucht

Man schimpft gegen die Drogensucht, man ist überzeugt, selbst ein absolut nüchterner Mensch zu sein. Auch das ist ein Irrtum. Nicht nur Drogen machen süchtig; alles kann zu Droge werden und zu Abhängigkeit führen. Als erstbeste Beispiele: man kann auch auf die Arbeit krankhaft `abfahren`, und in gleicher Weise ist die körperliche oder seelische Abhängigkeit von anderen Menschen nicht gerade ohne Todesrisiko...

Wer nicht raucht und nicht trinkt, der ist schon auf andere Weise dem Teufel verfallen, sagt ein spanisches Sprichwort.

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Adrenalin und Sucht

Die zur Sucht neigenden Menschen sind wohl diejenigen, die extrem stressempfindlich sind. Meint: die suchtanfällige Menschen haben einen Überschuss an Adrenalin, den sie mit der Droge sozusagen `bekämpfen`.

In der Tat bewirkt bei manchen Menschen auch die kleinste Aufregung einen unglaublichen Adrenalinausstoss, einen richtigen Adrenalinrausch. Vielleicht suchen solche Menschen diesem - äusserst unangenehmen - Rausch mit einem anderen vorzubeugen, der in seiner Wirkung wesentlich angenehmer, in vielen Fällen aber nicht weniger tödlich als jener.

(Dass Drogen in der Tat eine Funktion im Stressbekämpfung spielen, wird deutlich, wenn man sich die Motiven eines Tabakrauchers näher anschaut: wie man es auch dreht und wendet, man raucht ausschliesslich, um sich zu beruhigen: Nikotin ist ein extrem effizienter Adrenalinkiller.)

Ausserdem sind Menschen mit der Adrenalinsucht im wesentlichen lebensuntüchtig. Der Hormon ist im Körpersystem als Gefahrenkatalysator etabliert. Das heisst, er darf nur in jenen raren Situationen ausgeschüttet werden, wo es ganz brutal ums Überleben und nackte Existenz geht. Ein Körper, der auch bei dem kleinsten überraschenden Geräusch tonnenweise mit Adrenalin überschüttet wird, entfremdet bald die Funktionsweise des Hormons, so dass dieser seine Aufgabe (Vorbereitung des Körpers auf eine Krisensituation) nicht mehr erfüllen kann.

Adrenalinausschüttung wird aber nicht nur in einer direkten Gefahrensituation angeregt, sondern auch bei Vorahnung einer solchen. Diese, sozusagen `unprovozierte`, Ausschüttung erfolgt in extrem kleinen Quanten und erfüllt eine Vorwarnfunktion. In gewissen Situationen haben wir ja böse Vorahnungen, ein unangenehmes Kribbeln im Bauch, möchten am liebsten davonlaufen - das sind die Situationen, wo zwar keine sichtbare, fassbare Gefahr vorliegt, doch eine Situation, die unseres Unterbewusstsein bereits so oft als Vor-Adrenalin-Situation erlebt hatte, dass es nun, auch ohne direkt aktivierten Überlebensmechanismen die Adrenalinausschüttung veranlasst. Das sind dann dermassen kleinen Mengen, dass sie nur als Unruhe im Organismus und Bewusstsein registriert werden. Aber sie werden registriert, man stellt sich in meisten Fällen intuitiv darauf ein, meistert in der Regel die Problemsituation.

Anders bei jenen, deren Körper im ständigen Adrenalinrausch sind. Sie sind gegen das Hormon bereits dermassen abgestumpft, dass sie jene Feinheiten im Hormonhaushalt weder wahrnehmen, noch darauf reagieren können. Was Wunder, dass solche Menschen aus einer in die andere Katastrophe hineintappen.

Und eben bei solchen erfüllt die Droge jene an sich trügerische Versprechung, von der Seligkeit, gibt ihnen eine Ahnung von der Ruhe des Seelenfriedens, die sie ansonsten überhaupt nie kennen würden.

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Der Sinn der Sucht

Wolfgang Neuss meinte einmal: die Sucht ist der Sinn des Lebens.

Das ist klar: man sucht ja nach sich selbst. Und das ist gut so: wer nicht sucht, der lebt sinnlos.

 

Duden-Redaktion, die eigentlich über den Zeitgeist stehen sollte, verfällt auch der allgemeinen Hysterie und sucht die etymologische Wurzeln des Begriffes `Sucht` im Siechtum... Da darf man diesen gelehrten Herren aber ohne weiteres eine sehr seichte linguistische Leistung attestieren! – vielleicht hätte sie tüchtig kiffen sollen, um selbst festzustellen, was man im Rausch SUCHT!...

 

Erfolg als Sucht

Der Erfolg macht dumm. Der erfolgreiche Mensch hat eine Zunahme an Lust, so trachtet er selbstredend danach, den Erfolg auf gar keinen Fall zu gefährden, sondern ihn möglichst oft und dauernd zu wiederholen. Das ist die Natur der Biologie, ihre Grundsehnsucht: die Lust zu suchen - süchtig zu sein.

Um diesen Erfolg ja gar nicht zu gefährden, stellt man nun nichts mehr in Frage, man wird zum Jasager und von jener Selbstzufriedenheit, die den etablierten Menschen eigen ist und die den Beginn des Nachlassen der mentalen Kräfte bedeutet. Um den Erfolg zu wiederholen, wiederholt man freilich die Gedanken und Handlungen und Situationen, die zum Erfolg führten; meint: man wiederholt sich, und die Wiederholungen sind (auch die der interessanten und genialen Dingen) über kurz oder lang doch fade und dumm - auch die Wiederkäuer würden uns dies bestätigen, vorausgesetzt sie wären kein solch dummes Vieh.

Die Situation der Gesellschaft ist entsprechend: da wir inzwischen alle wissen, wie man Erfolg hat, sind wir auf dem Wiederholungstrip. Die ständigen Wiederholungen hemmen aber klar die Kreativität - die Gesellschaft versumpft immer tiefer im Morast aus längst überholten Überlebensmechanismen und ihnen zugrunde liegenden angeblichen `Weisheiten`.

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Die Machtsucht

Heroin ist die amerikanische Ersatzdroge

für die Ersatzdrogen Erfolg und Sieg.

(Peter Sloterdijk)

Die schlimmste Sucht ist ohnehin keine Drogensucht im üblichen Sinn, sondern die Erfolgssucht. Eine normale Sucht vernichtet höchstens den Süchtigen, die Erfolgssucht aber vernichtet andere.

 

 

 

Die Massenmörder (und die Kosten der Hinrichtung)

Die wein- und bierselige Schanpsbarone, die Herren des Deliriums, sind die eifrigsten Antreiber der Drogenhysterie: Schaut! denunzieren sie (ca. 40 Tausend Opfer per anno): Haschisch und andere Rauschgifte bringen unsere Kinder um!

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Folgende Rechnung ist freilich nicht nachprüfbar und blanke Spekulation, dürfte aber in etwa gut stimmen:

Über den Daumen gepeilt bringt jeder Kneipier und Schanker während einer lebenslangen Karriere so an die Hundert seiner Kunden um.

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Folgende Rechnung ist statistisch abgesicherte Tatsache:

Pro Jahr verursacht Alkohol zwischen 20-30 Milliarden Euro volkswirtschaftlicher Schäden.

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Und auch was es die Profite der Drogenmafia angeht, kann sich Alk sehen lassen: alleine die Briten gaben im Jahr 2002 57,5 Mrd. Euros für Alk aus.

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Önomanie / Säuferwahn

Die 40.000 Toten per anno sind nicht die einzige Opfer der Delirium-Droge.

Man darf nicht vergessen, dass die psychiatrischen Anstalten rammelvoll mit den Deliriumwracks sind: Menschen, die ihres Denkens, d.h. ihrer elementarsten Menschlichkeit, beraubt sind.

Aber davon ist nie die Rede, wenn man sich über die Drogengefahren auslässt.

 

 

 

Die versteckten Fronten im Drogenkampf

Kampf gegen Tabak, der vorwiegend in den USA und in einer äusserst brutalen Form geführt wird, typisch pöbelhaft-demokratisch, also intolerant bis es nicht mehr geht, ist im Grunde der Kampf Alkohol gegen Cannabis. Da die Tabakindustrie berechtigte Interessen an der Vermarktung des Cannabis hat, und vielleicht seine Legalisierung durchsetzen könnte (wobei dann die Alkoholindustrie um ihrem schweinischen Profit gebracht wäre!), so schwächt die Alkoholindustrie die des Tabaks, indem sie diese von ihrer Lobby und medialen Wauwaus systematisch under the fire hält.

Alkohol als the one and only-Droge der Welt...

 

 

 

Ahnungslosigkeiten

Die Worte lügen, das Bild nicht

Eine Reportage über die aufgegebenen Kids in Hamburg. Eine Sozialarbeiterin zeigt eine Vierzehjährige, die schon seit ewig durch die Heime geistert und auf der Strasse fristet. Man wäre besonders stolz auf die Kleine, weil sie trotz ihres brutalen Schicksals nicht auf die Drogen abgefahren hatte, hiess es da.

Doch die Kleine steht daneben und zieht wie eine Ertrinkende, die sich an ein Strohhalm klammert, also gar zu verzweifelt, an einer Zigarette...

Ahnungslos

Ein Mann redetet im Fernsehen über Heroin. Das ist ein Killer! meint er kategorisch - und zündet sich eine Zigarette an.

(Jede dreissig Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen des Rauchens, heisst es in einer Statistik.)

 

 

 

Programmierte Sündenböcke

Drogen kann man nicht verbieten: der Mensch hat die Drogen genauso nötig, wie das tägliche Brot, das Wasser und die Atemluft.

Wer also eine Drogen verbietet, sucht sich gleichsam mit Vorbedacht eine Menschengruppe aus, die er fortan mit gutem Wissen und Gewissen und nach belieben verfolgen, quälen, foltern und vernichten darf.

 

 

 

Ein Lob der Pfeffersäcke

(Für Mel und Harry und Dominic)

 

Man darf sicher sein, dass der Siegeszug der alternativen Drogen keinesfalls so blitzartig und gründlich erfolgen würde, ohne die Niederländer, die auf diesem Feld wirklich übermenschliches leisteten und leisten - vor allem freilich, wo es um Cannabis geht. In Amsterdamer Coffie-Shops trifft sich die Welt: da besorgen sich die Hottentotten genauso selbstverständlich ihren Stoff und ihre Träume wie die Handlanger der Russenmafia, in Amsterdam stationierte deutsche Drogenfahder, oder das liebe Girl von der Park Avenue – absoluter Multikulti, also. Ein Cannabis-Grossist erzählte mir, er importiert von überall aus der Welt, doch genauso exportiert er nach überall, selbst auf die Shetland Inseln.

Die Niederländer darf man auf jedem Fall als die Dealer der Welt ansehen. Diese Rolle übernahmen sie bereits zur Zeit der Weltendeckungen, als ihre Kauffahrer vorwiegend mit Ginladungen die Meere und Ozeane beführen; damals galt die Faustregel: wo sie anlegen, da wuchs kein Gras mehr - mancheine indonesische und philippinische Insel wurde buchstäblich entvölkert, nachdem die Eingeborenen in Kontakt mit dem gefährlichen, für sie absolut unbekannten Rauschgift gekommen sind... Und auch später, als die Engländer die lästige Konkurrenz auf den Weltmeeren besiegten, `rächten` sich die Niederländer sozusagen, indem sie britische Insel im preiswerten Gin regelrecht ertränkten.

 

 

 

Vom Rufmord und Mord

Es geht nicht, dass die Schweiz einer von grössten Exporteuren der Drogen wird! ereifert sich der schweizerische Drogenbeauftragte gegen den Hanfanbau in seinem Land.

Ja, warum nicht?! Die Schweiz ist auch ein von den grössten Waffenexporteueren - und das stört offensichtlich niemanden. Da muss man sich fragen, welcher merkwürdigen Logik sich dieser gute Alkoholtrinker in seinem angeblichen Denken so bedient? Er meint offensichtlich, die Schweiz will sich auf gar keinem Fall an der Ausrottung der Menschheit beteiligen. Und das ist wahrhaft eine seltsame Logik - fast eine geistige Brutalität. Denn die Waffen sind, im krassen Gegensatz zum harmlosen und lustigen Cannabis und ob und wie und wirklich mörderisch.

 

 

 

Der Stoff der Träume

Hanf hat den Vorteil des Nikotins - klar zu bleiben -, ohne sein Nachteil - die Sucht - zu haben.

Genauso gibt Hanf das, was an Alkohol gut ist - den Rausch -, ohne seinen Nachteil - die Dummheit - aufzuweisen.

Ganz abgesehen davon, dass Hanf kaum Nebenwirkungen darum aber exorbitante Heilpotenzen aufweist.

 

 

 

Der Geist des Hanfs - der Geist des Weines

Hanf lässt uns erahnen, warum die arabische Kultur Tausend Jahre vor der christlichen aufblühte: eine blühende Kultur kann nur aus einer blühenden Phantasie entstehen. Und nicht zufällig kreierte der Orient Sheherezade, diesen absoluten Synonym des Überflusses an Phantasie und Traum. Orientalischer Geist wurde mit Haschisch aufgepowert.

Der europäische Geist hat auch seine Droge: der europäische Geist ist der Geist des Weines. Der Weingeist ist ein Geist des brennenden Blutes und der Hysterie und der wehleidigen, kopflästigen Ernüchterung; ein Geist für die Arbeits- und andere Tiere; ein Geist des Vergessens - ein Geist zum Vergessen...

Darum wirkt der europäische Geist im Vergleich mit dem leichten und beflügelten Haschisch, der die Welt von oben sieht, von Wolke sieben sozusagen, dermassen bedrückt, ernst, und sorgenvoll - der europäische Geist ist stets verkatert. Darum sind in der europäischen (und westlichen überhaupt) Literatur Übermut und Sorglosigkeit, jenes blanke Berauschtsein am Leben, so selten und rar.

 

 

 

Vom Glück und Pech der Drogen

Wein ist ein Kulturphänomen, sagt da jemand. Ja, weil er zufällig zu richtigen Kultur gehört, die sich zur Weltkultur entwickelte. (Im übrigen ist diese Zufälligkeit gar nicht so zufällig, sondern zeigt die wahre, die aggressive und rabiate Natur des Weines: indem Wein seine `Geniesser` zur Raserei und Wahnsinn aufpowerte, so ermöglichte er ihnen, die ganze Welt zu errobern.) Und da die anderen Kulturen nichts zu sagen haben, so sind auch ihre Kulturdrogen verpönt, als Teufelszeug verschrien und kriminalisiert.

Hanf ist, obwohl wesentlich menschlichere, weil edlere Droge, bei dieser Sicht der Dinge kriminell, weil er eben zu der falschen, unterlegenen Kultur gehört.

 

 

 

Droge für Arbeitstiere

Alkoholiker und Workaholic sind erstaunlich oft, fast in der Regel, in einer Person vereinigt. Noch ein guter Grund für die Obrigkeit, Alkohol als den offiziellen Rauschgift der Gesellschaft zu propagieren.

 

 

 

Out of Order

Warum mögen die Alkies keinen Zucker und Süsses überhaupt?

Weil sie es nicht brauchen. Zucker ist direkte Nahrung des Geistes, Benzin fürs Hirn, und das Hirn eines Alkies ist, abgesehen von nackter Motorik, ansonsten total out of order. Es läuft nicht, wozu brauche es also Sprit?

 

 

 

Die Logik der Perversität

Wie pervers eigentlich unsere Welt organisiert ist! - diese angeblich `beste aller Welten`.

Als Indien und Pakistan neulich die Atombombe zündeten, so hatte die UNO, wie es damals hiess, keine rechtliche Handhabe, gegen das politische Hasard, gegen die ökologische Katastrophe und soziale Eselei vorzugehen.

Einige Monaten später sah man Bilder aus Pakistan, wo die Soldaten die Felder der Mohnbauern schändeten und vernichteten; die Bauer standen da und beobachteten mit ohnmächtigen Entsetzen das böse, barbarisch-brutale Treiben gegen die unschuldigen Pflanzen. Ein Offizier meinte, ihm selbst tut sein Tun weh, doch es muss sein, die UNO hatte Pakistan grausame Vergeltung angedroht, falls die Regierung weiterhin Mohnanbau duldet...

Bemerkt man die (unfreiwillige) Komik der Situation? Gegen Atombomben (gegen Perversion und Dummheit also) hätte die UNO absolut nichts tun können, gegen die Pflanzen aber (die man sozusagen vom Gott geschenkt bekam, um seine körperliche und seelische Schmerzen damit zu lindern) darf man mit einer erschreckenden Skrupellosigkeit vorgehen!

Dabei bedrohen die Kernwaffen klar die ganze Menschheit - ob man will oder nicht, man wird von ihren Auswirkungen betroffen; die Droge nimmt man anderseits ausschliesslich aus eigenem Antrieb...

Oder: was würden europäische Winzer sagen, würden Soldaten ihre Weinberge überfallen?!

 

 

 

Das (un)verhofte Glück

(Eine Szene aus Amsterdam in den Achtziger Jahren)

Früherbstlicher Samstags Vormittag in Coffieshop `Nepal 2`. Der Café ist gut besucht, weil günstig am Princengracht, in der Nahe des Laidsepleins gelegen und auch das Wetter spielt mit: es ist sonnig mit einem lustigen, frischen und belebenden Wind.

Viele Touris kommen hier vorbei. Drinnen herrscht eine anheimelnde Atmosphäre. Lauter nette, lächelnde Gesichter.

Wohl fühlten sich die drei englischen Touristen, die von draußen ins Lokal schauen und von der Bedeutung des diskreten Hanfblattes auf der Fensterscheibe keine Ahnung haben, von der angenehmen Atmosphäre angezogen: zwei ältere Herrschaften mit einem etwa zehnjährigen Mädchen, sicher die Enkelin der Beiden, kommen herein und nehmen Platz. Sie bestellen Frühstück und genießen es inmitten all jener wüsten Kiffer. Der Raum ist gerammelt voll mit köstlichsten Ausdünstungen des Orients. Und der Trio raucht, natürlich rein passiv, tüchtig mit, das heißt, die drei werden auch nicht enttäuscht, sie bekommen eben das, was sie erhofft haben, als sie durch die Frontscheibe all die heiteren, fröhlichen Gesichter erblickten.

Jedenfalls sind nach einer halben Stunde, beim hinausgehen, ihre Gesichter ebenso gelöst, fröhlich und heiter, und das kleine Görchen kichert enthemmt vor sich hin, während sich die ältere Lady gar zu übermütig auf ihren Begleiter anlehnt.

Es ist zu vermuten: so einen guten Sex wie in der Nacht nach dem Frühstück im Coffieshop, hatten die beiden Alten schon seit Jahrzehnten nicht mehr gehabt – falls je überhaupt. Mit absoluten Sicherheit werden sie diesen Trip nach Amsterdam als ein von den schönsten Erlebnissen ansehen, das sie je hatten.

 

 

 

Mehr über die Drogen:

prodrogen.de

 

 

 

 

 

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