KUNGFUTIUS´ AUFRUF ZUR WELTREVOLUTION

WISSENSCHAFTLER ALLER LÄNDER - VERINIGT EUCH!

Heutige Zeit ist eine recht kopflose Angelegenheit. Eine Menschheit, die sich bereits in eine Globalgesellschaft verwandelt, müsste eigentlich schon längst so etwas wie globale Instrumente und Problemlösungen kreiert haben – politische Instrumente, welche die Aussenpolitik überflüssig machen. Diese gibt es aber eindeutig nicht: die Welt ist nach wie vor in die Systeme aus Nationalitäten, Religionen und Ideologien sowohl eingezwängt wie entzweit, und nirgendwo ist auch eine Spur einer wirksamen Bemühung zu beobachten, diese verkrusteten und unzeitgemässen Strukturen aufzubrechen.

 

    Übrigens: man darf natürlich nicht nur der Politik / Eliten, bzw. dem uneinsichtigen Volk, Schuld geben, an diesem blödsinnigen Verharren im Gestern, an diesem verhängnisvollen Krebsgang. Der eigentlich `Schuldige` an unserer Situation ist Marx. Nachdem sein Experiment so blutig und unglücklich verlaufen ist, scheut man auch vor sonstigen Experimenten zurück: dann lieber noch die gute altbewährte und sozusagen freie Marktwirtschaft unterm päpstlichen sozusagen `Segen`.

 

Die Entwicklung dieser neuen, globalen Instrumenten wäre eigentlich eine klare Aufgabe der UNO, doch da tut sich nichts; die Organisation bleibt nur ein Instrument in den Händen der Weltherren: wird ausschliesslich im Sinn der amerikanischen Hegemonie gebraucht. Sollen wir nicht scharf umdenken, wird hier in der näheren bis mittelfristigen Zukunft nichts Wirkungsvolles zu erwarten sein. Die tote Hose UNO, sozusagen. Die Ohnmacht der Organisation zeigt sich in ihrer Unwirksamkeit während inter- und nationalen Konflikten; besonders, wenn diese in der amerikanischen Regie durchgeführt werden.

 

Man redet auch viel von einer geheimen Weltregierung. Doch, falls es eine solche auch gibt, so ist das ebenso eine lächerliche und nichtsnutzige Angelegenheit wie alle Regierungen auf diesem Planeten, einschliesslich UNO, Vatikan und Monaco – ihre Wirksamkeit in Richtung Fortschritt ist praktisch Null: nirgendwo lassen sich auch ein Ansatz einer Kraft erkennen, welche fähig wäre, diese Welt nach dem Prinzip des Höheren in Ordnung zu bringen. Das erste nämlich, was solche eine Macht zu tun hätte, wäre, ganz brutal auf die Populationsbremse zu treten – und ebendies ist nicht der Fall: die kaninchenhafte Vermehrung geht immer wilder, immer weiter.

 

    Neuerdings geriet Kungfutius auf so eine Illuminati-Site, und da stand es absolut todernst: wir wissen alles, wir regieren die Welt und alles was geschieht, ist in unserem Auftrag geschehen, oder so ähnlich. Da kann Kungfutius aber nur lachen! Kungfutius weiss zwar nichts, aber er kann sich grundsätzlich alles vorstellen – alles, ausser einer Sache! Es ist nämlich absolut unvorstellbar, die Idee Mensch durch eine Transformation in Idee Gott zu verwandeln (DIE Zukunft zu erreichen, die uns allen vorschwebt), ohne dabei die Massen aufzugeben. Und da Illuminatis das nicht tun, da das eben niemand tut, so können sie vielleicht eine Geheime Weltregierung sein, keinesfalls aber eine Wirksame Weltregierung.

 

Dadurch ist das globale Chaos jedenfalls bereits übermächtig und wird täglich übermächtiger; deswegen retardiert die Gesellschaft, verwildert regelrecht. Niemand ist mehr Herr der Lage. Die Gewalt (vor allem die des Geldes) hat die Macht usurpiert und ergeht sich in einer blutigen Orgie des Faschismus. Man würde kaum glauben, im 21. Jh. zu leben, nicht viel chaotischer ging es auch in der seligen aber rauen Steinzeit ab.

 

Das eigentliche Problem der Menschheit ist eine gewisse Patt-Situation der Mächte. Wir haben ja (wie stets in der Geschichte, übrigens) die 3 Grundmächte, eben Volk, Politik, und Kapital, die sich gegenseitig im Schach halten und sich neidisch beäugeln, damit bloss keine von ihnen an irgendwelche Extrawürste herankommt. In der Folge ist keine dieser Mächte fähig, sich über die anderen zwei als Taktgeber zu erheben, noch ist keine dieser Mächte bereit, sich freiwillig zu unterwerfen, noch sind sie in ihrer Gesamtheit fähig, sicht anderswie zu einigen. Was man da auch versucht, das muss schon an dieser Sturheit der Strukturen scheitern.

 

    Diese Dreiteilung der Mächte gab es durch die ganze Geschichte. Früher sind das Volk, Adel und Klerus gewesen, und noch viel früher Mutter, Vater, Kind.

    Heute hat das Kapital die Rolle der Religion (= des unbedingten Glaubens) usurpiert: trotz heftiger Bekenntnissen zu anderen sozusagen `Göttern` ist der schnöde Mammon heute der einzige ernstzunehmende allmächtige Gott.

 

Was also gefragt ist, wäre eine Macht, welche noch/endlich fähig wäre, die Zügel der bisherigen Entwicklung umzureisen, alle sozusagen `humanen Bestialitäten` zu beenden, und das Abenteuer Zivilisation, dieser Hoch-Zeit des Homo Sapiens Sapiens mit der Idee der Göttlichkeit, nach vielen Irrungen und Wirrungen und Odysseeaden doch noch glücklich zu einem happy end zu bringen. Auf, dass der so genannte Vernunftmensch, dieser alter Untoter, endlich seine Ruhe findet, und sein Sohn, der keine Vernunft mehr kennt, weil er keine mehr braucht, weil er göttlich frei ist, den begehrten Wiedereinzug ins Paradies zelebrieren darf.

 

Entgegen der landläufigen Meinung, die eher zu pessimistisch ist, gibt es diese Macht doch. Das ist selbstredend unsere alte, gute Wissenschaft.

Die Wissenschaft ist ja geradezu prädestiniert die Menschheit zu konsolidieren. Sie ist für solche Aufgaben wohl einzig kompetent, und auch als einzige Macht auf diesem Planeten ist sie tatsächlich omnipotent. Dazu besitzt sie noch einen geistig-erzieherischen Background, den es in der Geschichte des bekannten Universums noch niemals gab.

 

Eine Kraft, die den Menschen noch erretten möchte, muss unbedingt geistig-erzieherisch wirken, muss den Menschen quasi `umpolen` können. Von dieser Seite also ist die Wissenschaft die ideale Kraft, um die schwere Aufgabe anzupacken.

Die Kompetenz der Wissenschaft, Problemlösungen zu kreieren, braucht sowieso nicht näher erläutert zu werden, das ist ja die Grunddomaine der Wissenschaft.

Auch ihre Omnipotenz leuchtet eigentlich ein: einerseits kann die Wissenschaft alles, anderseits bewegt sich überhaupt nichts ohne sie. Sie hält also alle Fäden in den Händen.

Sicher. Bisher hielte sie diese Fäden nur im Fremdauftrag fest, entweder im Auftrag der (politischen) Macht, oder im Auftrag des Kapitals. Aber es sind eindeutig NUR die Wissenschaftler, die diese Fäden in den Händen halten, die also die wahren Herren der Welt und der Situation sind. Sie müssten sich nur der (im absoluten Sinn des Wortes) schrecklichen Macht bewusst werden, über die SIE verfügen.

 

In der Tat ist die Wissenschaft exakt in der gleichen Lage, in der damals die Kirche Christi geriet, als sie sich im Chaos des zerfallenden Imperiums in der glücklichen Konstellation wieder fand, so eine Art von Allmacht und Alleskönner spielen zu können: auf alle Fragen eine Antwort kennend, für jedes Problem eine Lösung findend, und selbst noch für allergrösste Verzweiflung eine Zuflucht bietend. Das war also selbstverständlich, dass die Kirche sich da zur führenden Kraft der Zeit entwickelte und alles unter sich bekam, selbst die mächtigsten weltlichen Gebilden.

Und ebenso sollte jetzt die Wissenschaft (die nun langsam auch zu ihrem Zenith kommt und für die nächsten paar Jahrhunderte eine absolute, eine göttliche Kreativität entwickeln wird) den gleichen Weg einschlagen. Sich zunächst sowohl von der Politik wie vom Kapital emanzipieren und sich folgerichtig zur Höchsten Gewalt der Menschheit erklären.

Im Unterschied zur Religion, die doch nur Schall und Rauch war, also letztendlich niemals wirklich fähig, funktionierende Problemlösungen zu kreieren, verfügt die Wissenschaft über eine unbedingte Funktionalität, d.h., dass sie und ob fähig ist, den Ausweg aus der Sackgasse der Menschheit zu finden. Also eigne sie sich wie sonst nichts anderes auf der Erde, um diesen Sauhaufen aus bald 7 Milliarden Primaten so hart ranzunehmen (entweder durch Gewalt der Exekutive, oder aber per Ruhigstellung durch finanziellen Vorteil, oder sonst was wissenschaftlich-ausgeklügeltes), dass sie endlich beginnen, sich selbst zu disziplinieren.

 

 

 

Diese Wissenschaftliche Revolution müsste weder blutig noch spektakulär verlaufen. Auch das Eigentum wäre überhaupt nicht angetastet, niemand müsste also enteignet werden, nichts sonst marxistisch-revolutionäres würde da ablaufen. Auch die Macht der Politik wäre weiter gegeben. Um den grossen Akt durchzuführen, würde lediglich genügen, dass sich ein Gremium der angesehenen Wissenschaftler formiert (denkbar wäre z.B. ein Kongress aller lebenden Nobelpreisträger), und die Grundsätze der Machtübernahme durch die Wissenschaft ausarbeitet.

 

Diese sollte vor allem in einer neuen Ethik der Wissenschaft bestehen.

Als Machtmensch der Zukunft müsste sich der Wissenschaftler selbst zum Menschen der Zukunft entwickeln. Da muss er vor allem das Denken vom Morgen beherrschen. Die wichtigsten Eckpfeiler des morgigen Denkens sind Globaldenken, alogisches (= translogisches) Denken, Befreiung des Denkens von jeglichen Form des Glaubens und eine extreme Vorstellungskraft. Auf der Grundlage solches Denkens lasse sich bereits eine neue Moral entwickeln, ein Ansatz einer höheren Ethik.

Sekundär wurden diese Grundsätze die kurzfristigen Ziele der Wissenschaft abstecken.

Diese bestehen zweifelsohne zu einem in der schnellstmöglichen Abbau der Population des Planeten, zu anderem in der Absicherung des menschenwürdigen Überlebens für alle Erdenbürger, zum dritten in der sofortigen Expansion im Raum: die Idee Gott, die wir zu realisieren haben, verlangt nach der Allmacht, und diese braucht viel Platz – Paradies ist Ewig, also auch ewig gross.

Zudem erklärt sich das Kongress zum Höchsten und Gesetzgebenden Organ der Erde, mit der UNO als ausführender Institution.

 

    Übrigens, die UNO gehört unbedingt in die Schweiz und Norwegen (eventuell noch Kanada). Mit ihrer konsequenten Politik haben sich diese beiden Länder empfohlen, die höchste Macht der Erde zu verwalten. Amis haben die Ehre, UNO-Gastgeber sein zu dürfen, geradezu lumpenhaft missbraucht, und die Institution gehört umgehend ihrem Einfluss entzogen.

 

Denkbar ist weiter (ganz grob Skizziert):

In jedem Land übernehmen die Wissenschaftsräte die Macht (= Gesetzgebung) und machen die Politik zu ihrem ausführenden Organ. Usw., bis zu den niedrigsten Ebenen. Mitglieder der Räte könnten natürlich nur Wissenschaftler werden, eventuell noch die Ehrenakademiker. Auf der jeweils niedrigeren Ebene, werden elektiv die Mitglieder der nächsthöheren Ebene einberufen: man müsste unter sich die geeignetesten als Repräsentanten heraussuchen, also in etwa so, wie auch der Adel die Fähigsten unter sich herausfinden suchte, um ihnen die höchste Ämter anzuvertrauen, oder wie es in der Konklave heute noch abgeht.

Nur das höchste Gremium wäre kein Wahl-, sondern ein Verdienstamt. Nahe liegend eben ein Weltkongress aller lebenden Nobelpreisträger, unterstützt von paar Tausend absoluten Kapazitäten und Koryphäen aus der ganzen Welt. Der Kongress wäre mit (diktatorischen?) Vollmächten ausgestattet und hätte die Kontrolle über die UNO. Die könnte dann auch weiter einen Generalsekretär haben, einen Berufspolitiker als ausführende Macht, doch verantwortlich wäre er dem Kongress.

 

Der Wissenschaftliche Weltkongress würde sofort Kontrolle über die Rüstung auf dem ganzen Planeten übernehmen. Zunächst alle Atomwaffen vernichten (den ganzen Plunder am besten in die Sonne schiessen), dann nach und nach alle Waffen überhaupt, wobei auch die Armeen analog abgebaut werden.

Allein die UNO sollte da noch eine reine Feuerwehr-Arme unterhalten, so eine Art von der Ehrenlegion des Höheren Menschen. Diese Arme wurde natürlich direkt dem Weltwissenschaftsrat unterstehen, so wäre jegliche missbrauch ausgeschlossen.

 

Die eingesparten Rüstungsgelder wurde man sofort in die Weltraumforschung stecken. Die Raumfahrt würde sofort die Wirtschaft konsolidieren. Sie ist ebenso investitionsintensiv und durch Wissenschaft bedingt wie Rüstung, also wäre dass leicht umzustellen.

Anstelle also diese schweren Milliarden zu verpulvern, um immer neue und perversere Methode der gegenseitigen Termination zu erfinden, stecken wir also die Gelder in die Zukunft. Und anstelle unsere Nachbarn zu überfallen und auszurauben, überfallen wir eben Mond und Mars und plündern sie aus. Das wird auch ausgiebiger sein, und würde zudem auch viel mehr Spass machen.

Da könnte man schon in einigen Jahren die erste Arbeitskolonie auf dem Mond betreiben. Dann wird auch der Marsflug schon in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts Realität werden können. Und auch Terraforming einiger geeigneter Satelliten im System könnte noch in diesem Jahrhundert in Angriff genommen werden.

Zumal die Raumfahrt für abgestandene wirklich mutige Kerle ohnehin ein besseres Abenteuer wäre, als irgendwelche prähistorische Kriegsspiele. Die Jugend würde alles geben, um als Astronaut ausgebildet zu werden um auf dem Mond Rohstoffe abbauen zu dürfen. In der Raumfahrt finden die, von der Zivilisation und ihren Kotzregeln angeödeten (darum destruktiven), Jugendlichen endlich wieder das, was der Jugend zusteht: Abenteuer und Gefahr und neue Welten in Hülle und Fülle. Da würde ein jeder Rambo noch mit Begeisterung hinziehen. Irgendwelche perverse Kriegsspiele wären total out.

Die Expansion im Raum wurde u.A. auch Bildungsniveau heben, denn man würde bald Zigmillionen von Astronauten brauchen und die müssten alle exzellent ausgebildet werden.

 

Als zweites hätte der Kongress die dringendste Aufgabe, die Wirtschaft global zu disziplinieren. Das heisst, die einheitlichen Steuerraten rund um Globus einzuführen. Das würde zu einheitlichen Arbeitsbedingungen führen, was meint, die Kosten für das Kapital wären überall gleich hoch. Denkbar sind Steuern auf Umsatz und Steuern auf `beschäftigte` Roboter.

Über diese Globalsteuern würde die UNO verfügen. Sie würde diese nach einem ausgeklügelten Schlüssel an die einzelne Nationen verteilen; denkbar wäre ein Schlüssel im Sinn der Populationskontrolle: je mehr Abtreibungen und Sterilisationen ein Land vorweisen kann, um so mehr Gelder bekommt es; allerdings gehen diese Gelder direkt an die Betroffenen (Sterilisierten und Abtreibenden). Diese Details wären noch auszuarbeiten; Lebensrenten für Leute, die sich sterilisieren lassen, u.a.

Den einzelnen Ländern verbleiben die Einkommen-, Mehrwert- und Konsumsteuern, um sich zu finanzieren. Da sie keine Subventionen an die Wirtschaft leisten müssen, würden sie trotzdem finanziell besser stehen als heute, könnten ihre Aufgaben also effizienter erledigen.

 

Der Kongress würde auch sonstige Richtlinien ausarbeiten, die den Globus betreffen: Kinder, Erziehung, Bildung, Justiz, Ressourcen, Forschung...

 

Weder die freie Entfaltung des Kapitals noch die Innenbelange der einzelnen Staaten sind zunächst von diesen Massnahmen betroffen. Nur die Aussenpolitik wird mit der Vollgültigkeit der UNO als Globalmacht sofort fällig, da gegenstandslos: die UNO koordiniert ja ab da alle globale Vorgänge.

Mit der Zeit dann, mit den eingeführten Veränderungen werden sich auch die Gewohnheiten schnell ändern: bald hört der klassische Staat auf zu existieren, abgelöst von einem lebendigen, forschungsfreundlichen (= experimentierfreudigen) Netz aus Kommunalverwaltung, Wissenschaftlichen Räten und dem Höchsten Wissenschaftskongress.

Das Kapital kann sich wesentlich länger erhalten, vermutlich bis zur endgültigen Lösung des Populationsproblems. Mit dem erreichen der Sollstärke der Menschheit aber wird das Reichtum gegenstandslos – es ist nicht einzusehen, warum man im Paradies plasticmoney oder sonstige Kneten brauche?

 

Die eigentliche Aufgabe aber besteht darin, den Horror der Massengesellschaft zu neutralisieren. Der Kongress müsste zunächst alle Kräfte der Menschheit primär und fast ausschliesslich auf die Lösung des Populationsproblems konzentrieren. Zunächst reelle Pläne erstellen und diese dann strikt umsetzen. (Da man bei Homo Sapiens Sapiens mit dem Geld alles erreichen vermag, wäre es wohl am besten Gelder einzusetzen. Vllt. den jungen Männern, die sich sterilisieren lassen, von der UNO garantierten Lebensrenten auszuzahlen.) Mit ein bisschen Glück schaffen wir es in 3 – 5 Generationen, uns der Plage zu erwehren.

 

    In Indien gab es, das war noch z.Z. Indira Gandhi, Zwangssterilisationen der jungen Männer. Da wurden von der Armee kleine Greifkommandos ausgebildet, Einheiten aus 3 Soldaten, davon ein Sanitäter, der ausgebildet war, einen kleinen chirurgischen Eingriff vorzunehmen. Diese Triaden streiften dann auf dem Land umher, und sobald sie irgendwo (am Feld etwa) einem jungen Mann ohne sonstigen Zeugen begegneten, so hielten die zwei Soldaten diesen einfach fest, er bekam einen Pflaster über den Mund, man zog ihm Hose aus, Beine auseinander, eine kleine örtliche Betäubung, dann ein kleines Schnittchen an der richtigen Stelle, Samenleitung durch, ein kleines Pflasterchen drauf – und das war’s.

    Ob die Geschichte stimmt, oder es doch nur eine moderne Legende ist, das wissen wohl nur die Götter. Auf jedem Fall, ist so eine Methode richtig bescheuert. Sterilisationen sind zwar unserer Ausweg aus der Misere, aber nur wenn sie en masse erfolgen. Und die Massen kann man am besten per Geld erreichen. Dabei ist das Geld, bzw. sein Mangel zu einem grossen Teil an der schlimmen Populationslage schuldig, denn bekanntlich werden viele Nachkommen gezeugt, um im Alter versorgt zu sein. Garantiert nun die UNO, diese Versorgung, und lockt dazu mit einer kleiner Lebensrente, so werden viele bereit sein, auf übermässigen Nachwuchs zu verzichten.

    Die Sterilisierten könnten natürlich eine Samenportion aufbewahren lassen, um damit doch ein Kind zeugen zu können.

 

Aber dann ist die Menschheit konsolidiert. Infolge des üppigen, ja luxuriösen und äusserst bequemen Wohlstandes für alle, sowie einer so gut wie absoluten Freiheit und steter Gelegenheit zur fantastischen Abenteuern, wird sich nun auch die Notwendigkeit der Gesetze erübrigen, zumal da selbst die Verwaltung bereits von der Kybernetik übernommen wird.

Da hat dann auch die Wissenschaft als Macht ausgedient.

Da hat dann jegliche Macht ausgedient.

 

 

 

Eine Frage schwebt hier im Raum:

Hat die Wissenschaft überhaupt die Macht, sich zum gesetzgebenden Organ zu erklären und so faktisch den Staatsstreich der Machtübernahme durchzuführen?

Auf diese Frage lasse sich mit einer kleinen sozusagen Anekdote vortrefflich antworten.

Nach der ersten Atombombenexplosion sollte ein Wissenschaftler zu seinen Kollegen gemeint haben: ab jetzt seien sie alle Hurensöhne.

Man kann sich den gedanklichen Hintergrund seiner Worte leicht ausmalen. Der (extrem intelligente!) junge Mann erkannte sofort die politische Konsequenz der furchtbaren Waffe, er wusste, in welcher Gefahr die Menschheit ab da schwebte: er wusste, dass die Politik diese Gelegenheit nicht auslassen wird, wie auch, dass die Wissenschaftler sich zwangsläufig vor der Geschichte als Mitschuldig machen müssen – mitgegangen, mitgehangen, heisst es.

Aber! Die Frage ist hier: hätten sich die Wissenschaftler da tatsächlich zwangsläufig mitschuldig machen MÜSSEN?

 

Es fehlte bestimmt nicht an der Intelligenz bei diesem jungen Wissenschaftler da, es war wohl sein Glaube (in irgendwelche Autorität, vermutlich in alle möglichen Autoritäten), der ihn hinderte, etwas zu erkennen, was eigentlich kristallklar vor seinen Augen leuchten müsste: er hatte die Waffe erschaffen, also hatte ER und nicht die Politik die Macht über sie, also hat ER die Macht überhaupt, und ER kann bei der Politik ohne weiteres seine Förderungen durchsetzen – alle Förderungen.

Julius Rosenberg hatte das scheinbar begriffen, oder wenigstens geahnt, denn so ist seine Geste des Verrats der Formel an die Sowjetunion zu verstehen: er wusste (oder ahnte, oder was auch immer), dass er es in den Händen hat, die Welt der fürchterlichen Gefahr des Alleinbesitzes der Bombe seitens der USA zu entziehen; darum bekamen die Russen die Formel.

(Aus Rache wurde er dafür von den Amis auf den elektrischen Stuhl gesetzt. Sippenstrafe inklusive.

Jetzt soll es die Formel bereits im Internet geben! )

OK. Rosenberg-Tragödie war in jener Zeit sozusagen unumgänglich. Damals könnte ein Aufstand der Wissenschaft gegen die Politik nicht gelingen. Schon wegen der brutalen Weltlage am Ende des 2. WK, wo schon die unermessliche Not bei jedem Shit zum wiederaufflammen der Katastrophe führen könnte, war es unmöglich, dass sich die Wissenschaft über die (National)Politik stellt. Was aber die Sache noch zusätzlich und absolut unmöglich machte: damals gab es noch keine funktionierende Globalkommunikation. Diese ist die Grundbasis, auf der sich die Wissenschaftler weltweit verständigen können.

Aber jetzt haben wir das Internet, und das ist eigentlich alles, was die Wissenschaftler brauchen, um sich zu koordinieren, um der Welt ihre Spielregeln aufzuzwingen.

 

Ja. Die Atombombe war (wie schrecklich und unmenschlich sie an sich war/ist) DER Meilenstein der Weltgeschichte. Ab dem Augenblick hatte der Wissenschaftler die weitere Geschicke der Welt aus den Händen Gottes übernommen, hatte die Schöpfungsmacht usurpiert und folglich könnte und kann es keine Kraft mehr geben, die über die Wissenschaft gebieten dürfte.

Nur war unserer Wissenschaftler, wie gesagt, zu sehr (Autoritäts)Gläubig, zudem durch die Bedingungen der Zeit gehindert, die wahren Zusammenhänge zu erkennen. Nun aber, da es eindeutig keine Autorität mehr gibt, geben kann… vielmehr: geben darf… darf der Wissenschaftler auch dem Politiker nicht mehr vertrauen, sondern soll ihn ebenso entmachten.

Zunächst hatten die Starken die Geschicke der Menschheit geleitet, dann die Schlauen. Nun wäre es an der Zeit, die wirklich Klugen ranzulassen. Die Zeit ist reif. Ebenso wie sie reif ist, endlich eine gewaltfreie Gesellschaft zu kreieren.

 

Um diese grosse Aufgabe wahr zu nehmen, müsste der Wissenschaftler freilich so etwas wie ein gelungenerer Edelmensch werden. D.h., er soll eine neue Autorität entwickeln, als Vorbild für den Menschen von morgen. Vorbild also nicht so sehr im Sinn von `guter Mensch`, sondern mehr im Sinn von Verantwortungsträger, Bewusstseinsgebieter, Schicksalsüberwinder – als so eine Art der Annäherung an die Göttlichkeit. Das meint, der Wissenschaftler würde sich jener strengen Ethik, die er selbst postuliert hatte, freiwillig unterwerfen müssten, um der Herrschaft der Wissenschaft nötige Autorität zu verleihen.

Die Wissenschaftler wurden somit einen neuen Adel des Geistes (aus)bilden, der nach und nach die ganze Menschheit in diesen hohen Zustand versetzen sollte, um sie überhaupt paradiestauglich zu machen.

 

Ja. Die Wissenschaftler stellen den Anspruch, die Welt retten zu können.

Bitteschön, Herrschaften! Die Welt gehört Ihnen!

 

 

 

 

 

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