THEMEN

DIE SCHÖNE ALS BIEST

 

DER GEIST AM ENDE DER ZEIT

 

WERBESPOTS

 

SPEZIELLE WEISHEITEN

 

Theatrale Weisheit

Im eigenen Leben hat jeder die Hauptrolle. Das schlimme Dumme daran ist, dass das Lebensstück meist von Statisten ja nicht selten sogar von Requisiten beherrscht wird.

 

 

Boxerweisheit

Man muss `ne gute Linke haben, um in dieser Welt etwas zu erreichen, meint man in einem Film. Das bedeutet dann, dass die Menschen mit zwei linken Händen fabelhaft gut dran sind.

 

 

Westernweisheit

Es gibt keine guten Menschen: nur ein toter Mensch kann ein guter Mensch sein.

(Ein lebender Mensch muss schon aus dem Grund des Weiterlebens vor allem an sich denken, was ihn im Sinn eines Gutseins einwandfrei disqualifiziert. Darum beginnt mit dem Satz: `Ich bin ein guter Mensch.` jegliche Heuchelei.)

 

 

Freudsche Weisheit

Guter Mensch, schlechter Mensch? Es gibt keine gute und keine schlechten Menschen, es gibt ja noch nicht einmal wirklich kluge und wirklich dumme Menschen. Das ist ja eine Eigenschaft eines jeden Einzelnen, in gewissen Situationen edel, in anderen gemein zu handeln, mal eine grosse Klugheit an den Tag zu legen und mal als bodenloser Dummkopf dazustehen, diese Situation cool zu meistern, und in der nächsten wie ein kopfloses Huhn zu agieren... Die Psyche, beziehungsweise die ihr zugrunde liegenden (genetischen) Erfahrungen, bedingt alle menschliche Handlungen. Und sie wird allein durch die Situation gesteuert, in der man sich augenblicklich befindet: ist die Situation angenehm, so ist die Reaktion gut, andernfalls eben schlecht.

 

 

Die grösste Weisheit des Lebens

(Der Weisheit letzter Schuss)

Im Leben kommt es allein und ausschliesslich darauf an, dass es ausgefüllt ist, dass es keinen Leerlauf aufweist - dass es uns nicht langweilig ist. Zu dem Zweck gieren wir nach dem Erfolg und nach Haben, denn wer hat, der hat vor allem Möglichkeiten, sich Kurzweil zu verschaffen.

[

Eine kleine Gedankenspielerei hierzu:

Eigentlich sind wir ausgesprochene Zeitfaschisten. Die Zeit ist nämlich Freiheit, und da wir keine wirklich freien Menschen sind, so haben wir Angst vor der Zeit/Freiheit, versuchen sie folglich durch Kurzweil totzuschlagen.

 

 

 

 

 

IM NAMEN DES EILIGEN GEISTES

 

Time is money für Doofe

Ein Merzedes-Benz Sprecher: der Schalttag (29. Feb.) ist für uns ein Gewinn, der bedeutet so und so viele Autos mehr, und unsere Kunden bekommen ihr Auto schneller...

 

 

Die Zukunft des Autos

Der Auto der Zukunft, erklärt ein Mensch im Fernsehen, wird ein Freizeitmobil, ein Erlebnismobil, ein Staumobil...

 

 

Nomen est omen

Irgendein Autosalon. Ein neues Auto wird präsentiert. Ford Alp - (ein) Traum auf Rädern, schwärmen die Journalisten...

 

 

Ladies first

Kaltblütigkeit, rasche Auffassung und blitzschnelle Entscheidung bescheinigt eine französische Zeitung den ersten Autofahrerinnen.

Damals freilich sind nur die wirklichen Damen Autofahrerinnen gewesen, da die Frauen des Volkes kaum Gelegenheit hatten, ein Auto zu sehen, geschweige zu besitzen, geschweige zu fahren.

Heute, wo jede Proletin das Auto fährt, hört man nur noch verächtliches über die Kuh am Steuer

 

 

 

 

 

KREUZ MIT DER ERZIEHUNG

 

Berufsausbildung

Man lernt fürs Leben, nicht für die Schule, heisst es. Quatsch! Man lernt für den Beruf, also um von dem Kapital effizienter ausgebeutet werden zu können.

 

 

Vorgegaukelte Realität

Unsere Erziehung gaukelt uns eine Welt vor, die es eigentlich nicht gibt, doch die just Kraft dieser Erziehung als die einzig wahre Realität gilt.

 

 

Schule als Irrgarten

Die Schule ist vor allem da, um den Irrglauben der vergangenen Generationen an die kommenden weiter zu geben.

 

 

Schule als tickende Zeitbombe

Die Schule ist eine Selbstvernichtungsfalle, in die sich die Menschheit eingefangen hat - an der Erziehung (zum leistungsfördernden Gehorsam) geht die Gesellschaft zugrunde.

 

 

Schule ist schädlich

Es geht darum, die Kids so zu konditionieren, dass sie keinem Demagogen auf den Leim gehen. Die Schule erzieht aber die Kinder im umgekehrten Sinn und macht sie zu abhängigen Gläubigen.

 

 

Von Toleranz und Erziehung

Liebe deine Feinde, damit deine Kinder keine Feinde mehr haben.

Wir sollen die Kinder so konditionieren, dass sie das Andere (= Alternative) in jeder Erscheinungsform tolerieren und nur die Gewalt (auch in jeder Erscheinungsform - das heisst auch die seitens des Staates!) verabscheuen.

Ja, aber: wie wäre das zu bewerkstelligen?

Nun, das ist zugleich extrem leicht und extrem schwer. Die beste Erziehung ist zweifelsohne die durch Beispiele. Kinder sind in der Regel kleine Nachahmungstäter und machen grundsätzlich alles nach, was die Erwachsene ihnen vormachen (es sei denn, sie sind gerade in der Trotzphase). Es wäre also verhältnismässig leicht, die Kinder im obigen Sinn zu erziehen, man musste nur selbst alles Andersgeartete tolerieren, und Gewalt verabscheuen.

Doch gerade das macht die Sache so verflucht schwer. Um es den Kindern vormachen zu können, brauchten auch die Eltern gute Beispiele, denn sie sind selbst sozusagen `falsch erzogen`. Das liegt freilich an ihren Erziehern, an den Medien und der Politik. Die verlangen zwar auch, dass man sich besonnen und tolerant gegenüber dem Fremden verhält und die Gewalt und Faschismus verabscheut, geben zugleich schlechtmöglichste Beispiele, indem sie selbst gegen die Formen des Fremden, die ihnen aus bestimmten (meist rein merkantilen oder machtpolitischen) Gründen nicht passen, hetzen, sie verleumden und als verabscheuungswürdige Böse darstellen, gegen das man sich nicht scheuen darf, selbst die brutalste Gewalt anzuwenden.

Das ist dann auch die Muster, nach der sich jeder von uns richtet: man toleriert die Formen des Fremden, die ihn zusagen, legt aber sofort eine faschistische Intoleranz an den Tag, sobald man sich vom Fremden bedrängt fühlt.

Und dieses Gut/Böse-Denken bekommen unsere kleinen Nachahmungstäter freilich mit...

 

 

Kreuz mit der Erziehung

Antiautoritäre Erziehung ist schlimm, autoritäre Erziehung ist schlimmer, am schlimmsten aber, was einem Kind passieren kann, ist überhaupt keine Erziehung

 

 

Massstab des wertvollen Menschen

Für seine Vorfahren ist der Mensch nicht verantwortlich, um so mehr für seine Nachkommenschaft. Nicht der ist ein wertvoller Mensch gewesen, der viel Erfolg im Leben hatte, sondern jener, der die gerateneren (= mutigeren) Kinder in die Welt setzt.

 

 

Nach oben

 

 

 

 

Online Counter