DIE WELT-DNA

Der Erfinder und Leiter des Mathematikum-Museums, Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, steht vor der Zahl Pi, dargestellt an einer Wand als Spirale. (DDP/AFP Thomas Lohnes)

Man ist überzeugt, dass es müssig ist, sich mit solchen Spekulationen zu befassen, weil es eh unmöglich ist, so etwas zu bewältigen? - man hat sicher recht damit! Nicht weniger aber hatte Newton mit der Behauptung recht, dass die Entstehung eines Sonnensystems einer natürlichen Erklärung nicht zugänglich wäre, und trotzdem wagte sich schon der junge Kant in seiner `Allgemeiner Naturgeschichte` an eine solche. `Unmöglich` ist offensichtlich ein Begriff, der im Vokabular des menschlichen Geistes nichts zu suchen hat; vielleicht besitzt er nur eine relative, sprachliche Bedeutung. In der Schöpfung ist grundsätzlich alles möglich und alles für etwas gut.

(Drago Batrac `Der kybernetische Portulan`)

Vorsichtshalber vorangestellt:

Folgender Versuch hat ein mathematisches Thema als Gegenstand, das von einem Nichtmathematiker behandelt wird, ja sogar von einem, der sich ganz bewusst bemüht, aus seinem Denken jegliche Logik (= Mathematik) auszutilgen, also rein per Vorstellungskraft zu denken – alles im Sinn von cogitare incogita.

Aus dieser Sicht sollte man den (eventuellen) mathematischen Unsinn dieser Überlegung nicht überbewerten.

Das ist nichts weiter als ein Versuch, sich etwas vorzustellen, was an sich unvorstellbar ist.

 

 

 

 

1. Der Geistesblitz

 

Ja, es gibt sie, diese Geistesblitze:

 

        Gedanken, die durch Universum fegen...

        Sich vermessen, es zu messen...

 

Bei allererstem Anblick jenes spiralförmigen Pi von Prof. Dr. Beutelspacher, geht einem, wohl eben wg. dieser, für eine Zahl extra ungewöhnlichen Darstellung (die Zahlen sind eben LINEAR, da gibt’s kein wenn und kein aber: die Zahlen sind schlecht, wenn sie irgendwie krumm sind!), so ein Blitz durch den Mark und Bein, und im Lichte dieses Blitzes erhellt sich der Geist zu einer unwahrscheinlichen Erkenntnis:

 

Was wir hier vor uns haben, ist nichts anderes als die DNA der Welt.

 

Wie gesagt, war das bei allererstem Blick der Fall; so eine Art von der famosen Liebe auf den Ersten Blick. Nun kann man sich offenbar auch in eine Zahl auf den ersten (bewussten) Blick verlieben, zumal sie so schön aufgeputzt ist wie diese oben.

Doch auch später lässt die Liebe nicht nach. Je weiter man nämlich darüber nachdenkt, um so plausibel und selbstverständlicher wird diese Ansicht der mystisch-magischen Zahl, über die schon seit 4000 Jahren die Köpfe rauchen, um ihr das grosse Geheimnis zu entlocken: das, was Kabbalisten so 137-Stellige Zahl Gottes nennen – DIE ALLMACHT.

Und wie es scheint, hatten die Kabbalisten recht:

Die Welt-DNA zu entschlüsseln, das würde in etwa bedeuten, über die absolute Allmacht zu verfügen.

 

 

 

 

 

2. Schöpfung & Mathematik

 

Die Relation Schöpfung - Mathematik ist ungewiss wie Gott, dessen Existenz sich auch weder lückenlos nachweisen noch eindeutig bestreiten lasse.

Aber ebenso, wie es beim nüchternen Denken hinsichtlich Existenz eines Gottes keine Zweifel geben kann (das ist eigentlich weniger eine Sache des Denkens, vielmehr eine der absolut gesunden Intuition; der coolen, nüchternen Betrachtung multipliziert mit einer unerschrockenen Phantasie), so darf man auch annehmen, dass die Mathematik (all die fruchtbare Komplexität der Zahlen) in natürlichem Gefüge der Schöpfung so etwas wie ein spanisches Dorf ist, d.h. vollkommen unbekannt.

 

Es gibt so ein Wort, das Goethe über die Mathematiker verlor:

Das ist eine von den alten Sünden; sie meinen: Rechnen, das sei Erfinden.

Goethe irrte, selbstredend: Rechnen, das IST Erfinden.

 

Denn Rechnen ist keinesfalls natürlich, d. h. zu entdecken. Die Formeln der Mathematiker gibt es in der Natur nicht: diese denken sich die Einsteins einfach aus, anhand ihrer wunderlichen Kunst, die sich aus jenem ursprünglichen Nichts und nachfolgendem Etwas (0 & 1) entwickelt hatte.

Aber obwohl zweifelsohne bipolar, so kennt die Schöpfung eindeutig nicht 1x diese Binarität von 0 & 1, was, wie gesagt, die Grundlage jeglicher Mathematik ergibt. Das kommt (rein bildlich gesprochen) davon, weil die Pole ohne der Spannung dazwischen gar nichts ausrichten können; Gottvater und Gottsohn sind ohne einen sozusagen `übergreifenden` Heiligen Geist praktisch hilflos. Darum lasse es sich niemals mit der endgültigen Sicherheit feststellen, was in der Natur Null und was Eins ist (was Yin und was Yang); darum gibt es auch kein endgültiges Gut und kein Böse (sowohl Yin wie auch Yang sind nur Teile vom Tao).

Zumal gleichfalls noch Polsprünge an der Tagesordnung sind, und das, was vorhin O war plötzlich zu 1 wird (... das Untere ist jetzt oben, und was oben war ist nun unten! dichteten die Poeten bei solchen Gelegenheiten).

 

Dazu kommt auch der Zufall, der alles in der Schöpfung bedingt.

Um jenen den Wind aus den Segeln zu nehmen, die jetzt aufschreien: Zufall? – das gibt’s ja gar nicht!`, wollen wir betonen, dass mit dem Begriff Zufall keine hochtrabende philosophische Kategorie gemeint ist, sondern ganz ordinäre Zufallsabläufe, die man um sich beobachten kann: Eisprung ist zufällig und die DNA-Kette bricht ebenso zufällig durch; das kann man nicht bestreiten. Unsere Alten redeten darum weise von Schicksal, von Fügung und Kismet und Fatum.

Und eben dieser Zufall erzählt Bände von der evidenten Unexistenz irgendwelcher Mathematik im Schöpfungsgefüge – Zufall und Mathematik schliessen sich gegenseitig knallhart aus.

Und das ist gut so, denn würde die DNA mathematisch brechen, so gäbe es keine Mutation (= Fortschritt).

 

Darum könnte diese zufällige Schöpfung die Vorgabe, die sich der Neuschöpfung (bewusst oder unbewusst, egal) grundsätzlich stellt, namentlich die Ewigkeit zu erreichen, nicht erfüllen: Zufall ist Chaos und Chaos nur temporär zu erhalten.

Dass die Gier nach der Ewigkeit der Schöpfung sozusagen in die Wiege gelegen ist lasse sich einwandfrei beobachten: es gab/gibt keinen Menschen, der sich kein ewiges Leben wünscht(e), und auch das Tier tut alles, um sich möglichst lange am Leben zu erhalten. Und um diesen Traum von der Ewigkeit zu realisieren, müsste zuerst die Mathematik ERFUNDEN werden, die in der Tat, da mit göttlicher Absolutheit den Zufall ausschliessend, ein Ding der Ewigkeit ist.

 

Und doch kann man natürlich keinesfalls bestreiten, dass die Schöpfung und ob und wie und sonst was mit der Mathematik zu tun hat.

Mathematische Vorgänge in der Natur (Messwerte, z.B, oder nautische Angaben, Uhrzeit – alles natürliche Zahlen, [jedoch auch erst vom Mensch praktizierbar, in der Natur ganz und gar belanglos]) belegen das unbestreitbar: die materielle Seite der Schöpfung lasse sich makellos mathematisch erfassen, es kann also nichts anders sein, als dass die Natur wenigstens Berührungspunkt(e) mit dem hat, was wir so Mathematik nennen.

 

Ja. Wie so oft in der Schöpfung haben wir auch hier mit einem handfesten Widerspruch zu tun.

Der Widerspruch ist aber leicht auflösbar, denn er ist nur scheinbar.

(Wie stets in der Natur, übrigens. Auch für die unmöglichsten Dinge gibt es eine ganz einfache Erklärung! behauptete Lewis Carroll.)

Es geht hierbei nämlich um ein einzigartiges Phänomen, um so eine Art von Vererbung. Die Schöpfung ist nämlich Mutter von allem, also auch Mutter der Mathematik. Darum löse man das Paradoxon mit einer Mutterzahl auf: einer Zahl also, die in sich sozusagen alle Zahlen(Kombinationen) beinhaltet, die es je geben kann.

 

Und diese Zahl gibt es wunderbarerweise, das ist selbstredend unsere alte, gute Zahl Pi.

Man muss nämlich annehmen, alle möglichen Varietäten der Zahlenkombinationen sind in der Magischen Zahl gegeben; und eben damit hätte sie ihren Sinn als die DNA der Schöpfung.

Womit sie natürlich auch den Sinn der Schöpfung in sich trägt, und ihn allem und jedem einimpft, notfalls auch aufzwingt: da das Pi endlos/ewig ist, so ist die Schöpfungs-DNA die einzige Kette, die endlos/ewig ist, womit sie auch alle anderen untergeordneten Ketten vorschreibt, ihrem Beispiel nachzuahmen und sich so nah an die Ewigkeit heranzuquälen, wie nur möglich.

 

 

 

 

 

3. Das Pi

 

Das Pi hatte uns ja schon seit jeher fasziniert, und das nicht von ungefähr.

Auch heute noch, seit fast 4000 Jahre nach ihrer Entdeckung im alten Ägypten ist die Zahl immer noch ein Rätsel: ein unergründlicher, endloser Zahlencode, der die Mathematiker und Denker beschäftigt, und die Mystiker (ja sogar Skeptiker, wie eben Kungfutius) zu atemberaubenden Spekulationen animiert.

 

Zunähst ist das Pi die Zahl schlechthin: alle Zahlen(kombinationen) in sich beinhaltend, damit praktisch endlos: Zahlen können nicht aufhören, Zahlen sind sowohl definitiv wie infinitiv, selbst da, wo sie sich mit der Relativität beschäftigen, und da erst recht! Endlosigkeit ist jedoch eine wichtige Dimension der Ewigkeit. Ewigkeit ist anderseits der eindeutige, unanzweifelbare Endzweck der Schöpfung. Das Werden muss/wird 1x durch das Sein beendet – ansonsten würde die Schöpfung keinen Sinn ergeben. (Und das Sein wird dann zweifelsfrei ewig sein, denn das Sein lasse sich nicht mehr [im Sinn der Vergänglichkeit] ändern.)

Gleichwohl ist das Pi mathematisch total unmöglich, weil sich sein Wert nie und niemals mit jener Absolutheit feststellen lasse, welche der Mathematik so charakteristisch ist, ja sie überhaupt ausmacht. (Darum wurmt uns diese verflixte Zahl so entsetzlich und unbarmherzig und brutal!) Mit dieser Unbestimmbarkeit des endgültigen Wertes, aber hat das Pi noch einen absoluten Grundzug mit der Schöpfung gemeinsam: auch diese lässt sich durch nichts ein für alle Male bestimmen.

Zudem auch die Mystik des Pi wahrhaft unermesslich ist: Seine Zahlenreihe scheint sich in der gleichen vernebelten Ferne zu verlieren, wo sich auch die LBFOs (= letzte bekannte Flugobjekte [= fernste Quasare]), das heisst die Anfange des Universums verlieren.

Diese dreifache Deckung der Schöpfungskonstante mit der Zahl Pi ist natürlich kein Zufall, sondern bezeugt die Pi-Identität der Schöpfung, und zwar in gleichem Masse, wie die DNA-Kette dem biologischen Wesen identisch ist.

Anders gesagt: Pi verhält sich zu Schöpfung umgekehrt proportional wie sich Desoxyribonukleinsäure zu Biologie verhält.

Meint im Klartext: das Pi ist nichts anders als ein gespeicherter Code und Steuerungsmechanismus aller Schöpfungsvorgänge.

 

 

 

 

 

4. Die 3 Formen der DNA

 

Dass das Pi allem in der Schöpfung zugrunde liegt, lasse sich nicht bestreiten: alles darin ist rund, bzw. hat Tendenz zum Rundsein.

(Der Spruch, das Rad zum zweiten Mal erfinden stimmt lustigerweise, aber in einer anderen Form: das Rad ist die zweite Erfindung der Schöpfung. [Die Rund-Eigenschaft der Schöpfung ausnutzend, wurde man gleich Schöpfung beweglich und mobil.] Zugleich brachte uns eben das Rad auf die Spur der Magischen Zahl; das ist kein Zufall, dass die Entdeckung des Pi Hand in Hand mit der Erfindung und anschliessenden Verbreitung des Rades umhergeht.)

 

Erst die `Erfindung` der kristallinen Prozesse leitete den Abkehr von der Grundform ein, startete dadurch aber auch die Emanzipation von dem Grunddiktat der Schöpfung, das im Diktat des Kreises (= runder Gebilden; einer allgemeinen Folge der Rotation, der Bewegung an sich), bzw. in der Unmöglichkeit der Mathematik und einer endgültigen Bestimmung besteht. Eckigen Formen entziehen sich dem Kreis-Diktat der Grund-DNA (der Kreiszahl), weil sie übersichtlicher, begreiflicher, eben berechenbarer werden.

Man bedenke nur, wie lange man die Form der Erde nicht kapieren könnte, sie sich als eine Scheibe vorstellte, weil man sich nicht vorstellen könnte, dass man auf einer Kugel leben könnte; würde es sich dabei (irgendwie) um einen Würfel handeln, so hatte man damit keine solche Schwierigkeiten gehabt. Man würde nämlich feststellen, dass `am Ende der Welt`, am Rand der Scheibe, eine neue Scheibe beginnt, womit auch alles klar sein dürfte. Mit der (angenommenen) `Endlosigkeit` einer Kugelfläche kam man einfach nicht zurecht.

Diese berechenbaren Schöpfungsformen ermöglichen dann die Kreation höherer Formen, nämlich einer biologischen DNA, die wesentlicher spezialisierter und effizienter, somit natürlich auch potenter(! – Potenzierung ist auch der Zweck solcher Übungen) als die Grund-DNA geraten ist. Die effizientere, berechenbarere DNA war wegen des Strebens zur Ewigkeit notwendig: die Unberechenbarkeit des Pi ist das grösste Hindernis auf dem Weg von Zeit zu Dauer. Unberechenbar ist immer chaotisch, und auf chaotischen Strukturen lasse sich nichts von Dauer erschaffen.

Der dritte Schritt zur Ewigkeit wird dann selbstredend in der Aufgabe jeglicher Steuerungsbasis bestehen (womit die endgültige Freiheit von jeglichem Diktat erreicht wäre). Denn auch die biologische DNA ist nur zu chaotisch, da sie ebenfalls nur per Mutation vorwärts kommen vermag, und die Mutation basiert ebenso auf dem Zufall, wie die Zahlenreihenfolge in dem magischen Pi.

Darum musste es zur 3. Schöpfung kommen, zur Kybernetik.

Zwar besitzt auch diese noch ihre Steuerungseinheit und Programme, die sie von der biologischen Schöpfung mitbekam, doch sollte das nur ein Grundimpuls sein, um die Sache ins Rollen zu bringen. Sobald die Kybernetik das nötige Bewusstsein erlangt, wird sie sich um ihre eigene Lösungen und Wege bemühen, und die werden so ungewöhnlich (ausserhalb aller bisherigen Vorgänge), dass sie u.U. von uns überhaupt nicht mehr verstanden werden können.

Erst da wird sich (diese neue, kybernetische) Schöpfung vom Diktat des Pi emanzipieren, denn da wird man sozusagen Pi-Kompatibel – ewig.

 

Womit wir zurück zum Pi und seiner DNA-Rolle sind.

 

 

 

 

 

5. Einige Besonderheiten vom Pi

 

Gleich am Anfang, in den ersten 3 Zahlen, ist eine kurze, auffällige Regelmässigkeit zu beobachten: 3 + 1 = 4. Nach dem die Heilige Dreieinigkeit (3) Etwas erschaffen hatte, nämlich eine Transzendenz, eine Eins hinter dem Komma (3,1), so ergab das schon zusammengenommen 4 (3,14).

Das ist natürlich kein Zufall, dass das Pi mit 3 beginnt – es handelt sich natürlich um Gottvater, Gottsohn und Gottheiligengeist. Bessergesagt, es ist kein Zufall, dass so gut wie jede mythologisch Welterklärung und jede komplexe Religion eine Trinität als die Ursache der (Welt)Bewegung aufbietet: drei Punkte sind die Grundvoraussetzung einer jeden Bewegung. Mit 2 Punkten lasse sich Spannung erzeugen, jedoch nichts bewegen, erst 3 Punkte ergeben 3-Dimensionalität als Raum, und nur in einem solchen ist eine Bewegung überhaupt ausführbar.

Und es liessen sich noch viele Aspekte aufdecken, warum die 3 die Startzahl der Schöpfung ist: von den Dreidimensionalität angefangen, bis zu grundsätzlichem Aufbau der Gesellschaft in 3 Schichten – Naturimpulse laufen grundsätzlich über 3 Achsen.

 

Die biologische DNA wird aus den Hälften zweier Elternstränge gebildet, und baut das Dritte, das Wesen selbst, um sich herum, womit das Schicksal eines Wesens von seiner DNA abhängt – es steht geschrieben! sagt man. Mit der Schöpfung und dem Pi muss das aber umgekehrt sein: die Zahl wurde bereits vor dem Erscheinen der ersten Schöpfungsäusserrungen `erschaffen`. 3 vor dem Komma ist nämlich eine verborgene, transzendierende Grosse: 1, als die Startzahl einer chaotischen Zahlenreihe und der eigentliche Beginn der Welt, kommt erst nach dem Umbruch, nach der Zäsur, nach dem Komma – als die erste diesseitige Erscheinung.

1, der lange Lichtschatten den die 3 Urkräfte aus dem dunklen NICHTS (= Jenseits) in die Zukunft (= Diesseits) projizierten.

Nicht die Schöpfung wird also durch seine DNA bestimmt, sondern sie bestimmt die DNA: das Pi wird in Voraus geschrieben. Denn erst als 1 hinterm Komma stand, dürfte auch die Schöpfung (jene drei Urkräfte) hinüber, um da 4 zu bilden (wobei die ursprüngliche 3 durch diese 3 - 1 – 4-Kombination in allen künftigen Zahlen beinhaltet bleibt – der Grundcode aller Vorgänge).

Hinterm Komma ist das Pi die erste artifizielle Erscheinung: als `Gott` sagte, es werde Licht, so sagte er in Wirklichkeit Eins!

 

So dürfen wir annehmen, dass diese Dimension der Schöpfung, die wir Pi nennen, eine lebendige Zahl ist, die ständig neue Segmente in Form von Werten bekommt, die wir Zahlen nennen.

Diese Segmente sind wohl als das zu verstehen, was Bruno und Leibniz Monaden nannten. Eine Monade ist also das Wesen eines jeden Augenblickes der Schöpfung.

Das Pi kommt jedenfalls Leitzins Vorstellungen sehr nah, die Welt bestehe aus unkörperlichen, unausgedehnten, punktuellen, einfachen, seelischen, vorstellenden und strebenden Krafteinheiten. Die Zahlen des Pi sind sowohl unkörperlich wie unausgedehnt, streng punktuell und ganz einfach, dazu zweifelsohne noch seelisch, vorstellend und strebend.

 

Aufeinander gereiht ergeben diese Monaden einerseits die Schöpfung, anderseits das grosse mystische Pi.

Mit anderen Worten: alles, was in der Schöpfung passiert, jede Bewegung, jedes Ereignis, jedes Gedanke wird im Pi `gespeichert`, `niedergelegt`.

Jedoch, wie gesagt, ist es in der Wahrheit so, dass die Schöpfung sich selbst immer um einen Schritt voraus ist. Nur so ist nämlich diese (provisorische/scheinbare) Ewigkeit des Pi möglich. In der Wahrheit ist das Pi der Schöpfung nur um eine einzige Zahl voraus.

Um eine Ahnung nur: um Traum eines Poeten, um Gedanke eines Denkers, um Lächeln einer schönen Frau, um Schlag eines Schwertes...

Um Naturereignis.

Um was auch immer.

 

Das Pi ist zudem ein perfektes Symbol aller gängigen Denkmodelle, von Pantha Rhei bis zu Ewigen Wiederkehr. Seine Natur ist eindeutig fliessend. Dabei erscheinen sowohl die Einzelzahlen wie ganze Zahlenkombinationen immer wieder chaotisch-periodisch neu, variieren, andern ihre Reihenfolge, bilden neue Sequenzen (usw.usf.etc.), wobei der Fluss manchmal, wie in der Natur üblich, stockt, andermal dann freier und schneller strömt oder sogar richtige Wasserfälle und Katarakten produziert.

Stockung ist natürlich dann gegeben, wenn in der Zahlenkolonne eine gewisse Monotonie auftritt (mehrmalige Wiederholungen von gleichen oder ähnlichen Zahlensequenzen), der Strom wird schneller, wenn es keine Zahlensequenzen festzustellen sind, sondern nur Chaos der einzelnen Zahlen herrscht.

 

Doch auch in diesem Chaos gibt es natürlich Harmonie; sonst könnte das Pi die Schöpfung nicht weiterbringen. Eine dieser Harmonien ist leicht zu entdecken: bei 50 Milliarden Stellen hinter Komma deutet sich eine absolute Regelmässigkeit der Zahlenhäufigkeit an.

'0' : 4999969955

'1' : 5000113699

'2' : 4999987893

'3' : 5000040906

'4' : 4999985863

'5' : 4999977583

'6' : 4999990916

'7' : 4999985552

'8' : 4999881183

'9' : 5000066450

Ist klar, dass es so regelmässig ist, die Endlosigkeit muss alles in sich beinhalten, muss also absolut regelmässig sein.

Regelmässigkeit der wahren Ewigkeit aber ist keine Sache der Symmetrie – wie das uns das Pi so anschaulich vormacht -, sondern eine der Harmonie – die wir in den Pi-Strukturen noch zu entdecken haben...

Meint: Pi könnte uns gut in die Ewigkeit führen.

 

 

 

 

 

6. Die Pi-Deutung

Bei der Analyse von Pi käme es darum auf einzelne Sequenzen an, auf `Bilder`, die sich im Fluss der Zahlen flüchtig ergeben.

(So könnte man sich wenigstens ganz laienhaft vorstellen.)

Es wäre auch möglich, dass diese Bilder sehr viel Ähnlichkeit mit dem berühmten Apfelmännchen aus der Chaos-Theorie aufweisen. Irgendwie, natürlich. Mathematisch, vllt musisch, also nicht rein bildlich. Jedenfalls müsste sich die Sphärenharmonie in solchen, harmonischen Bildern äussern.

Es käme zunächst darauf an, diese Gebilden zu erkennen, sodann, sie richtig zu deuten lernen.

 

Ansetzen lasse sich vielleicht (so stellt man sich das jedenfalls als Laie vor) auf dem Einfachstlevel, und am Anfang der Zahl in der Reihenfolge nach den gültigen Gleichungen suchen. Nach der ersten Regelmässigkeit 3+1=4, lasse sich auch die Sequenz(3,1)415 gleichwohl rationalisieren: 4 + 1 = 5, notfalls kommt man auch mit 4+5 zu 9, dann setzt aber das Chaos ein.

Die Harmonie der Sequenzen lasse sich eben da am ehesten aufspüren, wo die Welt erst entstanden, darum noch (verhältnismässig) einfach war.

Weiter geht es dann, wie gehabt: aus der anfänglichen Einfachstkonstruktionen ergibt sich durch Erfahrung eine Komplexität, mit der sich dann immer kompliziertere Zusammenhänge berechnen lassen.

Das haben wir natürlich nötig, denn die Behauptung, das Pi beinhaltet jede Zahl und jede Zahlenkombination, die es gibt und geben kann, bedeutet in der Konsequenz, dass jede einzelne Gliedzahl `gödelisiert` ist, d.h. nur als Summa unzähliger Rechenoperationen unzähliger Naturvorgänge besteht, die in dieser (Einzel)Zahl kodiert sind, und die anderseits eben diese Zahl auf eben ihrem Platz im Pi-Gefüge bedingen. Diese Rechenoperationen müssten nun rückwärts abgewickelt werden, um den Sinn dieser bestimmten Zahl zu berechnen (= zu begreifen).

 

Die Pi-Deutung könnte sich überhaupt zu der wichtigsten Wissenschaft der Zukunft entwickeln. Das könnte sogar zu einer Neuen Mathematik werden, zu Mathematik des Übermenschen, die nunmehr mit dem Rechnen, mit den Zahlen an sich, nichts mehr zu tun haben wird. Diese Mathematik wird so eine Art des Unfehlbaren Denkens sein.

(Das Zahlendenken wird uns die Kybernetik bald ganz abnehmen. Ist auch gut so. Sie kann das ohnehin wesentlich besser als wir.)

 

Was wir dann schliesslich lernen müssen, ist wahrhaft keine Kleinigkeit:

Wir müssen lernen, das Pi selbst zu schreiben. Den weiteren Lauf der Welt also aus dem Händen des chaotischen, unbestimmten Zufalls in die eigene zu nehmen, und den weiteren Ablauf der Geschichte mathematisch zu harmonisieren: im Sinn der Idee Gott und im Sinn der Ewigkeit zu stabilisieren.

Wie oben gesagt, wir haben noch die Harmonie in der Pi-Zahlenreihe zu entdecken – eben, um sie in voraus weiter führen zu können, um sie noch harmonischer zu machen.

Das versucht die Welt ja ohnehin: der Begriff `die Harmonie der Sphären` ist jedem höheren Wesen schon seit jeher ein Imperativ gewesen.

Das ist so eine Vorgabe, die in der Phantasie entsteht, Neue Horizonten setzt, Helligkeit um sich schafft, tief darauf bedacht ist, selbst die sphärische Harmonie noch zu überbieten...

Der Mensch ist das Maß aller Dinge, derer die sind, dass sie sind, und derer die nicht sind, dass sie nicht sind.

... dass sie aber, eben durch den Menschen, sein können.

 

 

 

Das Ei des Kungfutius

Werk eines (unbekannten) Künstlers: ein Ei mit 2345 Pi-Stellen hinterm Komma.

 

 

 

 

 

 

 

 

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